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England nicht mehr, Oesterreich zn retten; seine^ Erhaltung verdankte dieses Einem jener ungewöhn-lichen Genies, mit welchem die Natur in jedemli»^ Jahrhundert die Welt nur einmal überrascht,^ und deren ganzen hohen Werth man dann erstfühlt, wenn ihr Verlust einen allgemeinen Trauer-fior über die ganze Menschheit wirst.
Friedrich II. trat zwar auch unter den Fein-den Theresien» auf; aber weit entfernt, nach dem"" ersten besten Fetzen von der Oesterreichischen Beu-^ te zu Haschens und zu besonnen, um sich von demallgemeinen Schwindel ergreiffen zu lassen, reist, len in seiner Seele ganz andere Entwürfe; aufdas klarste und anschaulichste vereinigte sich in fest^ nen Plänen die Vergrößerung seiner Monarchiemit dem höchsten Bedürfniß von Europa. *) Schle-sien war zwar dem großen König nothwendig;aber die Existenz Oesterreichs, als einer Macht^ erster Größe, ihm eben so wichtig, als die Erhast»M seiner eigenen Krone. Kaum. hatte daher^ -> sein siegreiches Heer ihn in den Besitz dieser herv-lichen Provinz gesetzt, als er auch so gleich diefranzösische Allianz verließ, und hicdurch alle An."griffs uud Vertheidigungs - Mittel Oesterreichs un,gemein erleichterte. Sobald jedoch mit dem ftei-genden Glück der Oeftstreichischen Waffen, auch^ die Anmaßungen des Wiener Hofes ihre Grcn-zen überstiegen, zog er auf das neue das Schwcrd,«schloß aber, in dem folgenden Jahre nach einem
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*) Man sehe Seite 197. bis rsa,
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