z M
seyn/daher sie zum Krieg untauglich: Dahingegen andere Völcker/so inNorden und in kalten Ländern wohnen/ des Saltzes aber sich bedienen/z.E. die Finnen/die härtesten/stärckestcn und daurhafftesten/ auch deßwe-gen zum Kriege die geschicktesten Leute sind. Die Schafft selbst schätzetdas Saltz sehr hoch. Der Sohn GOttes saget Luc. 14. v. 34. Das Saltzist ein gut Ding; ja es werden in der Schafft die festesten und beständig-sten Bündnisse/ so GOtt in der Beschneidung mit den Juden/ mit uns inder heiligen Hausse aufgerichtet/ Saltzbunde genennet. Mose gebeut/ daßman solle alleSpeis-Opffer saltzen/und ohne Saltz des Bundes GOtteskein Speis,Opffer aufopffern/ dadurch auch außer andern Bedeutungender herrliche Nutz und Krafft des Saltzes in den Speisen angedeutetwird. Ja es werden die Prediger das Saltz der Erden genennet/ weilneml. wie das Saltz den Co'rpern/ also ihre Lehre den Seelen zu nutzen kom-men soll. Ja es wird das Saltz mit der Weisheit und ?rnttence vergli-chen/ indem Christus beym Marcus sagt: Habet Saltz bey euch. Undgleichwie eine recht gesaltzene Speise angenehm/ also machet die Vernunfftalle ^Lttones angenehm. Aus welchen Gründen insgesamt erhellet/ wiedas liebe Saltz eine sehr edle Creatur GOttes sey. Und weil nun dasSaltz absonderlich dem Menschen so sehr nöthig und nützlich ist/ so mußman hierinn vornemlich GOttes Weisheit/ Gütigkeit und ?roviclencemit aller veneration aämmren/ daß er nicht allein das gemeine Saltz inso großer Menge geschaffen/sondern auch an so vielen Oertern/damit alleVölckcr / sehr wenig ausgenommen/ dessen habhafft werden können. Esist eine gar schöne odlervation und Beweisthum Göttlicher Weisheit inder Natur/ daß alle diejenigen Dinge/welche dem menschlichen Geschlech-te vor andern nöthig und nützlich sind/ GOtt in einer weit größern ubun-riantz geschaffen/ als diejenige/ welche keinen sonderlichen Nutzen auch im' gemeinen Leben haben. Und derowegen gibt nicht allein das Meer/ son-Dern auch die Erde/ ja einige Wasser / dergleichen Saltz in großer qu»n-rirät. Und ist hterinn sonderlich wiederum zu aciminren GOttes Sorg-falt und Gütigkeit/ daß nemlich an denjenigen Oertern / die entfernet sindvon dem Meere / die Erde in großer quanrirät solches Saltz hervor' bringt. Und wo weder Meer noch rein Saltz in der Erde sich zeiget/Saltzguellenabsonderlich in Deutschlandsichfinden.