Band 
[Erster Band]
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u. einzuführende Gewerbesteuern. 641

eingeführet ist, er allemal den lehkern ohne Beden-ken vorziehen wird, wie auch die tägliche Erfahrunggenugsani bestärket. Es ist also offenbar, daß dieAccife dem Aufnehmen des Nahrungsstandes selbstnachtheilig ist; und je strenger es damit in einemLande genommen wird, destomehr leidet der Nah-rungsstand darunter; wie ich denn selbst weI, daßdie Gewerbe treibenden Personen öfters Umwege vonlO, 20 und mehr Meilen nehmen, um nur solcheStädte und Länder nicht zu berühren, wo eö mitdem Accis, Mauth und Aufschlägen strenge genom-men wird. Das wichtigste Nachtheil des Nah-rungsstandes aber entsteht aus der Verfassung derAccise selbst, weil sie keine gerechte Gleichheit in sichenthält und die Lebensmittel theuer macht. Jedochdavon werden wir so fort in mehrerm zu reden Ge-legenheit haben.

Es ist eine vergebliche Einbildung, wenn manglaubet, durch die Accise eine gerechte Gleichheit derAbgaben unter den Unterthanen zu bewirken. Eskann gar nicht geläugnet werden, daß durch dieAccise alle diejenigen Unterthanen abermals mit be-troffen werden, die schon wegen ihrer unbeweglichenGüter genügsame Abgaben entrichtet haben; ja daßin Ansehung der Lebensmittcl und anderer Productsder Landleute die Abgabe größtentheils allein auf siefällt, weil sie sich den Marktpreiß gefallen lassenmüssen, der gar nicht von ihrer Willkühr, sondernvon der häufigen Zuführe und von vielen andernUmständen abhängt, so daß es eine bloße Einbil-dung ist, wenn man vorgiebt, daß sie die entrich-tete