642 i. Betrachtung über die Accise
tete ?tccise wieder aufihre Waaren schlagen können.Ist da6 aber wohl eine gerechte Gleichheit, wen»man die eine Hälfte der Unterthanen doppelt beschwe-ret, um die andere Hälfte der Unterthanen zu einigerMuleidenheit im den gemeinen Lasten zu ziehen?Gesetzt aber auch, daß man den bey der Accise ha-benden Endzweck vollkommen erreichte, und daß dieBesitzer der Grundstücke die von ihren Peoducten ent-richteceAccise in dem Verkaufe darauf schlagen köntcn;so kann doch daraus nichts anders als eine Theurungder Lebensrnittel entstehen, die den auswärtigenCommercien und dem Aufnehmen des Nahrungs-standes in vielem Betrachte schädlich ist. Allein esist weit gefehlt, daß die Accise auf die Productsvon den unbeweglichen Gütern bey ihrem Verkaufeallemal geschlagen werden könnte; denn die Verkäu-fer müssen sich den Marktpreiß gefallen lassen, wieer einmal ist. Ganz anders aber ist es mit denje-nigen Waaren beschaffen, welche die Besitzer der un-beweglichen Güter zu ihrer Kleidung und übrigenNorhdursc einkaufen. Hier müssen sie die Acciseschlechterdings tragen. Der Kaufmann handeltnicht mit Schaden. Er schlagt die entrichtete Ac-cise aus seine Waaren, und gewinnet dennoch dabey.Nicht der Kaufmann, sondern seine Käufer muffenalso die Accise in der That entrichten. Man magalso die Sache erwägen, wie man will, so muffen dieBesitzer der unbeweglichen Güter doppelte und drey-fache Lasten tragen. Ja diejenigen Unterthanen,die sich Verrathe anschaffen und einen wohlfeilenMarktpreiß abwartet» können, tragen fast gar nichts
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