648 r. Betrachtung über die Meise
„wärtige Capitalien nicht gefallen lassen, die sich„mit keinen Immobilien ankaufen wollen und nachdieser Art keine Vermögensteuer geben dürfen.,,Wenn man diese von dem Herrn Professor Stieb«riß zum Vortheile der Accise angeführten Gründe,die ziemlich untereinander geworfen, und davon ver-schiedene zweymal vorgebracht sind, auf gewisseSatze bringen will; so kann man sie folgcnderge-stalc fassen, i) Die Accife ist ein leichter Weg, aufumnerkliche Art, zu kleinen Theilen, ohneExccution,bereitestes Vermögen vor den Staat zusammen zubringen. 2) Sie zieht alle Unterthanen zur Mit-leidenheit in den Lasten des Staats, jedoch nach ei-nes jeden eigenem Gutbefinden und Verkehr, z)Mithin kömmt einem jeden seine Sparsamkeit zustatten , und die Accife drücket die Reichen undVerschwender mehr, als die Armen und guten Haus«hälter. 4) Durch die Accife werden die Commer-cien, nach Maaßgebung der Wohlfahrt des Staats,imd die einheimischen Manufakturen befördert.Und endlich 5) trifft sie auch die Reifenden, welchemithin'den Unterthanen die Lasten tragen helfen.In diesen fünf Hauptsätzen sind alle Gründe desHerrn Stiebriß begriffen; denn daß die Fremdenangereizet würden, in ein solch Land zu ziehen;das ist eine bloße Folge aus den vorhergehendenSätzen, die mithin von selbst wegfällt, wenn dieseGründe von keiner Wichtigkeit sind. Wir wollenmithin einen jeden von diesen Hauptgründen aus-führlich untersuchen.
Wenn