Band 
[Erster Band]
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u. einzuführende Gewerbesteuern. 655

ker und Nuhrungsarten sind auch nicht vorhanden,die gor keiner Materialien bedürfen, weil sie perloeakionem coucluäkionem arbeiten, als die Schnei-der , die Mäurer, Zimmerleute und eine Mengeandere. Dennoch gewinnen alle diese Leute. Wennsie nun die gelegenen Zeiten abwarten, wenn derMarktprciß der Victualien wohlfeil ist; so tragenalle diese Leute zu den gemeinen Lasten wenig odergar nichts bey. Man kann also keineSwegcS mitGrunde sagen, daß die Accise nach eines jeden Ver-kehr eingerichtet sey.

Wenn wir den dritten Hauptgrund des HerrnProfessors untersuchen, daß nämlich bey der Acciseeinem jeden seine Sparsamkeit zu statten kommen undsolche mithin die Reichen und Verschwender mehrals die armen Haushälter treffe; so wäre zuför-derst zu wünschen, daß der Herr Professor aus demWesen der Republiken und der Natur der Abgabenein wenig gezeiget haben möchte, warum man beyden Steuern und Abgaben die Sparsamkeit der Un-terthanen zum Grunde legen müsse. Allein erwür-be sich dadurch einer Last unterzogen haben, die sei-nen Schultern gewiß zu schwer gefallen seyn würde.Nach allen gesunden Begriffen muß man die Pro-portion des Vermögens, den Gewinnst und die Be-quemlichkeit der Unterthanen benebst dem Aufneh-men deö NahrungsstandeS, nicht aber ihre Spar-samkeit in Betracht ziehen. Vielmehr ist es einwirklicher Fehler an einer Abgabe, wenn sie dieSparsamen weniger trifft. Die Sparsamkeit ist«ine gar gute sittliche Tugend. Allein wenn sie der