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[Erster Band]
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656 i. Betrachttnlg über die Accise

Landesherr durch die Einrichtung der Abgaben be-fördern wollte: so würde der Staat nicht allein garwenig Einkünfte ziehen, sondern auch vielem andernNachtheil unterworfen werden. Man sieht also,daß es vielmehr ein Gebrechen an der Accise ist, daßsie die Sparsamen weniger trifft. Eben so wenigist es ein Vorzug derselben, daß sie die Armen we-niger drücket. Das gehöret zur wesentlichen Eigen-schaft aller Abgaben. Allein es ist weit gefehlet,daß sie durchgängig eine gerechte Gleichheit beobach-tet. Ich habe dieses schon vorhin genugsam aus-geführet.

Den vierten Hauptgrund des Herrn Stiebritz,daß durch die Accise die Commercien dirigiret, unddie innländischen Manufaccuren befördert werdenkönnen, räume ich ganz gern ein ; und wenn keinanderes Mittel vorhanden wäre, welches eben die-sen Nutzen leisten könnte; so würde ich die Accisemit allen ihren Fehlern dennoch anrathen, ja vorUnumgänglich nöthig erachten. Allein es fehletuns gar nicht an andern Mitteln. Was sind dieZölle ? Diese sind eigentlich bestimmt, die Commer-cien des Landes zu dirigiren, und diejenigen Waarenabzuhalten, oder einzuschränken, die den innländi-schen Manufakturen und den Landesproductsn über-haupt nachtheilig sind. Es kann auch solches durchdie Zölle weit besser, und mit geringerer Mühe be-wirket werden, als durch die Accise. Nun wirdman zwar hierwider einwenden, daß die Zölle durchdie Reichsgesetze gar sehr eingeschränket sind, der-gestalt, daß weder neue Zölle angeleget, noch die

alten