u. einzuführende Gewerbesteuern. 66l
wohl angeht, die Materialien, Waaren und Pro-dukte der Gewerbe zum Gegenstände der Steuernzumachen, denn alle Abgaben, wenn sie gerechtseyn sollen, müssen sich auf die Proportion des Ver-mögens und des Gewinnstes der Unterthanen grün-: den. Es ist aber offenbar, daß verschiedene Ge-i werbe, ob sie gleich in einerley Materialien arbeiten,l oder einerley Waaren in Verkehr haben, gar nicht! einerley Gewinnst davon ziehen. Wir müssen alsoj nunmehro den andern Weg, wodurch die Gewerbej mit Steuern beleget werden können, nämlich daßj man bloß die Größe, Wichtigkeit, den Gewinnst^ und übrige Beschaffenheiten eines Gewerbes zumGrunde leget, vor die Hand nehmen und versuchen,
' ob sich nicht die Gewerbe auf eine unschädlichere und^ der Wohlfahrt des StaatS gemäßere Art mit Steu-ern beschweren lassen; und das ist eigentlich derVorschlag, den wir itzo thun wollen. Es ist dem-nach nöthig, daß wir zuförderst diesen Vorschlag^ oder die Einrichtung dieser Gewerbesteuern ausführ-! lich vortragen, sodann zeigen, daß er mit obigen bey! den Abgaben zur Richtschnur angenommenen Grund-^ regeln übereinstimmet und endlich den Einwürfen! begegnen, die man darwider machen kann, und^ die der Herr Professor Stiebriß wider die kurzeVorstellung dieser Gewerbesteuern bereits gemacht! hak.
, Da ein jedes Gewerbe, so ein Unterthan treibt,nach seiner Größe, Wichtigkeit und Gewinnst, mitAbgaben beleget werden soll; so sieht man leicht,daß das Hauptwerk dabey darauf ankömmt, denTt 2 Ge-