666 l. Betrachtung über die Accise
Gründung der Gewerbe, worzu bey allen Nahrungs-arten Aufwand erfordert wird, und weshalb beydem allergenauesten Anschlage höchstens nur die In-teressen abgezogen werden könnten: welches aberbey einem Sceueranschlage, wo man nur den mäs-sigsten Gewinnst ohngefähr zum Grunde leget, garnicht nöthig ist.
Bey der dritten Hauptart der Gewerbe, nämlichderjenigen, so allein arbeiten und nicht handeln, oderso per contraÄum locali conciuclli arbeiten, kann derGewinnst am allerleichtesten bestimmet werden.Denn man weiß was z. E. ein Schneider vor einKleid Macherlohn bekömmt, und wie lange er darü-ber arbeitet; man weiß, wie viel Ellen Leinewandein Leineweber täglich verfertigen kann; man weiß,was ein Mäurer, ein Zimmermann und derglei-chen täglich verdienet. Ob nun zwar einige Hand-werker dieser Art theils per contraAum lacati con-äuäki arbeiten, theils aber auch Waaren auf denKauf verfertigen: so kann man sie doch sämmtlichsicher zu der letzten Sorte rechnen, weil sie nur des-halb auf den Kauf zu arbeiten scheinen, wenn sichnicht genügsame gemiethete Arbeit vor sich findet.Daß sie aber bey ihrer eigenen Arbeit nicht mehrverdienen, ist daher leicht zu schließen, weil sie dieverdungene Arbeit übernehmen, welches sie nicht* thun würden, wenn sie bey ihrer eigenen Arbeitmehr verdienen könnten.
Wenn nun solchergestalt der Gewinnst wahrschein-licher Weise ausfündig gemacht ist, den ein jedesGewerbe an denen in Verkehr habenden Waaren, an
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