Band 
[Erster Band]
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des ThanM. 639

da sie sich denn vorbehielt, bey dem vermuthlichenDrucke,ihres seligen Mannes auf deinTitelblatte nichtzu vergessen. Ich bin auch wirklich gesonnen, ihrdiesen Trost zu verschaffen. Denn ich kann ja dienoch rückständige Uebersetzung jemand anders anver-trauen; und ich erfülle dadurch mein Versprecheneben so gut, als wenn ich sie selbst zu Stande brin-gen würde.

Ich will nicht hoffen, daß jemand über dieseQuelle meiner Nachrichten lachen wird. DennManuscripte sind ja unverwerstiche Zeugnisse in derGeschichte, wenn sie sonst die erforderliche Beschaf-fenheit haben; und diese ist hier überflüßig vorhan-den. Der R. MoseS-Maimonideö erzählet ebendiese Geschichte, die ich itzo meinen Lesern vorzu-tragen die Ehre haben werde, in den vornehmstenUmstanden, und hat sich sogar dieses alten arabischenGeschichtschreibers, den ich in der Handschrift be-sitze, schon bey Verfertigung seiner Schriften bedie-riet, der vorige Besitzer hat auch eine eigne Abhand-lung beygefüget, worinnen er dieses sowohl, als über-haupt das Alterthum und die Glaubwürdigkeit desWerkes, mit den bündigsten Gründen beweiset. Nunweiß ich zwar ganz wohl, daß man dem R. MosesMaimonides selbst nicht viel Glaubwürdigkeit bey-mißt. Allein meines Erachtenö thut man diesemgeschickten Ebräer daran großes Unrecht. Er hakbey Verfertigung seiner Werke viel Bücher ge-braucht, die entweder ihren Untergang gesundet«haben, oder wenigstens nicht in unsern Händen sind.Ein gleiches wissen wir von dem LiviuS und so vie-len