Band 
[Erster Band]
JPEG-Download
 

des Thamus. 695

des Mondes, welchem beyde große Gottheiten mitder zärtlichsten Liebe zugethan wären, und die Vor-sorge vor das menschliche Geschlecht besonders über-lassen hätten. Hieraus machte Belus den Schluß,

! daß die Beltha vorzüglich vor allen Gottheiten ver-ehret werden müßte; und die Sonne und der Mondwürden diese ihrem liebsten Kinde zu erweisende Ehre! so wenig übel aufnehmen, daß sie sich vielmehrj eben dadurch am meisten geehret erachten würden.

! Es wurde also der Göttinn Beltha monatlich ein^ dreytägiges Fest angeordnet, welches mit dem er-^ sten eines jeden Monats seinen Anfang nahm. Weil^ aber die Babylonier an den Dienst des Mondenj! vorzüglich gewohnt waren; so unterstand er sich nichtden monatlichen Dienst des Monden ganz abzuschaf-^ fen. Er verordnete demnach, daß das Fest desMonden allemal den sechsten eines jeden MonatSgefeyret und dabey ein Ochse geopfert werden sollte.

! Zugleich trug er dem Könige und Volke vor, daßdie übrigen Gestirne gleichfalls eine Verehrung ec-! forderten. Man bestimmte also den zwanzigsten ei-1 nes jeden Monats zu einem Feste der Gestirne über-^ Haupt; und es wurde auf diesen Tag dem Monden,

^ dem Saturnus und Mars, jedem ein Ochsen, jedemPlaneten aber und dem Gotteder Schußgeister undi der Stunden ein Lamm und mithin neun Lämmer! geopfert. Den acht und zwanzigsten aber und den! folgenden Tag verordnete er zu einem großen FestedeöGottesHermes,oderMercurius, welchen er vor den^ Liebhaber der Göttinn Beltha ausgab,und dem er dasbesondere Amt , andichtete, daß er zur Zeit derTx z Son-