Band 
[Erster Band]
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698 n. Die Geschichte

gen. Dabey hatte er eine große Begierde, sich inder Welt hervorzuthun. Sein Vater hatte es auchan keinem guten Unterrichte ermangeln lassen, umseine natürliche Gaben vollkommener zu machen.Er war in der Sternkunde und der Sittenlehre, alsworauf die damalige Gelehrsamkeit hauptsächlich an-kam, sehr weit gekommen. Als er sich überzeugethielt, daß er es in der Sternkunde allen damaligenGelehrten, ober welches einerley war, allen Prie-stern der Götter zuvorthäte; so wurde sein Ehrgeizdurch die ganz ungemeine Hochachtung, die dasbabylonische Volk vor das Andenken des Belushegte, gewaltig rege gemacht. Das Bild des Be-lus schwebte beständig vor seinen Augen; und erwünschte nichts so eifrig, als daß er sich eine gleicheHochachtung erwerben könnte. Vermöge seinerErkenntniß in der Sternkunde sahe er ein, daßBelus alle seine Erfindungen in dieser Wissenschaftganz natürlich gemacht hätte, ohne eines vertrau-ten Umganges mit der Göttinn Beltha gewürdigetzu werden. Er glaubte, daß er darinnen weitergekommen wäre, als Belus ; und er hoffte mithin,daß es ihm nicht fehl schlagen sollte, zu einem glei-chen Ansehen zu gelangen. Er überlegte die Mit-tel , die er darzu anwenden müßte; er prüfte sich,ob er die Kräfte und Gaben hätte, die zu diesenMitteln nöthig wären; und er glaubte endlich, daßer genügsame Geduld, Unempfindlichkeit, Vcr-läugnung sein selbst und Verstellung besäße, ummit seinen Absichten zu Stande zu kommen. Esist wahr, seine Natur empörete sich zu verschiede.* nen