Band 
[Erster Band]
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des Thamus. 699

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uen malen wider die Strenge der Lebensart, derener sich unterwerfen wollte; allein sein Ehrgeiz über-redete ihn endlich, daß dieser Preist ziemlich wohl-feil wäre, wenn man dadurch die Ehrerbiethungaller seiner Mitbürger und die Verehrung der künf-tigen Zeiten erwerben könnte. Er beschloß alsoseinen Anschlag auszuführen.

Sein sterbender Vater bestärkte ihn gar sehr inseinem Vorsähe, und lenkte ihn auf den Endzweck,den er sich eigentlich vorsetzen müßte. Niemandhatte sich den neuen Anordnungen des Belus wider-setzet ; und selbst die Priester der Sonne und desMonden ließen es ohne das geringste Misvergnü-gen geschehen, daß der Göttinn Beltha, oder derVenus, dadurch ein so großer Vorzug beygelegetwurde. Man ließ es sich damals noch nicht ein-fallen , daß die Religion zum Deckmantel des Ei-,gennutzes gebrauchet werden könnte, wie man anden nachfolgenden heidnischen Priestern, und an denKetzern in den ersten christlichen Jahrhunderten garöfters wahrgenommen hat. Allein, als die Prie-ster der Sonnen und des Monden in den nachfol-genden Zeiten gewahr wurden, daß der vorzüglicheDienst der Göttinn Beltha auch ihren Priesternmehr Ansehen und Einkünfte zuwege brachte: sofiengen einige Vernünftige darunter an zu zweifeln,und den wahren Bewegungsgründen des Belusauf die Spur zu kommen. Zwar unterstanden siesich nicht, etwas von ihren Zweifeln zu äußern; dieHochachtung gegen den in den Augen des Volkesbereits vergötterten Belus war allzugroß: allein sieTv z wur-