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[Erster Band]
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des Thamus. 707

drücklichen Rede, in welcher er alle Eigenschafteneines Bothen der Götter genugsam spüren ließ, denWillen der Sonne vor, daß man ihr und den zwölfHimmelszeichen alle Monathe zu der Zeit/ wennsie in ein neues Zeichen eintreten würde, ein großesFest feyren sollte. Er beschloß seine Rede, wirnach ihn, alle selbst aufgeworfene Dolmetscher derAbsichln der Götter unter den falschen Religionengethan haben, mit der Verheißung, daß er ein be-sondrer Günstling der Sonnen seyn, und alle zeitli-che und ewige Glückseligkeiten zu genießen hgbensollte, wenn er den Befehlen der Sonne gehorchenwürde: dahingegen würde die erzürnte Sonne überihn und sein Reich alles Unglück ergehen lassen,wenn er sich ihrem Willen nicht gemäß bezeigenwürde.

Man kann leicht erachten, was in der Seele desbabylonischen Monarchen vorgieng, als er diese ver-meynke Bothschaft der Sonne anhörete. Er warWillens, die ohnedem schon überhäuften Feyertagezu vermindern, und hier wurde ihm die Vermeh-rung derselben angedeutet. Der Zorn wollte sichseiner Seele bemächtigen; allein er hatte so viel Ge-walt über sich, daß er denselben unterdrückte; denner begriff, als ein kluger Monarch, daß er wegendes großen Ansehens des ThamuS in dieser Sachebehutsam zu Werke gehen müßte. Er antwortetealso mit angenommener Gelassenheit, daß dieseseine Sache wäre, die viele Ueberlegung erforderte;weil ein Staat ohne Arbeit und Gewerbe nicht be-stehen könnte, die durch die vielen Feyet tage sehev« I usti 6 Sc. Py ge«