7v8 n. Die Geschichte
gehindert würden. Er wollte also darauf denken,wie der Wille der Sonne, ohne Nachtheil des ge-meinen Wesens, erfüllet werden könnte, und ihm vonseinem Entschlüsse Nachricht wissen lassen.
Als sich ThamuS entfernet hatte; so machte Ko-nig BeluS über seinen Antrag ernstliche Betrach-tungen. Er war sehr zweifelhaftig, ob er diesenBefehl der Sonne glauben sollte oder nicht. Erhatte noch nicht das Her;, dem Thamus eine Betrü-gerey beyzumessen: allein, er konnte doch auch nichtbegreifen, daß die Sonne, wenn sie in der Thatein gütiges und wohlthätiges Wesen gegen dasmenschliche Geschlecht wäre, verlangen könnte, daßdie Menschen, zum Nachtheile ihrer Nahrung, der-selben so viele Feyertage widmen sollten. Bey wei-term Nachsinnen urtheilete er, daß die Einrichtungdes BeluS, und die itzigen Anforderungen des Tha-mus schwerlich beyde zugleich von dem Willen derGötter herrühren könnten, und daß mithin deinervon ihnen den vorgegebenen Befehl der Gestirne er-dichtet hätte. Er beschloß endlich den Oberpriesterder Göttinn Beltha rufen zu lassen, und ihm dasAnsinnen des Thamus bekannt zu machen. Ersetzte ßch vor, sich gegen denselben zu stellen, alswenn er dem durch Thamus geäußerten Willen derSonne ein Genüge leisten wollte; und nach Maaß-gebung seines Bezeigens, wollte er seinen wahrenEntschluß in dieser Sache fassen. Ja es schienihm, daß ihm diese Sache Gelegenheit geben könn-te, die beschlossene Verminderung der Feyertage zu
Stan-