Band 
[Erster Band]
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7io n. Die Geschichte

Oberpriester versprach ihm in dreyen Tagen die Ant-wort der Götter zu hinterbringen.

Der Oberpriester Er beschiel) alle Priester derGöttinn Beltha auf die folgende Nacht in den Tem-pel dieser Göttinn; und trug ihnen das Ansinnendes Thamus, die Neigung des Königes, ihm zuwillfahren, und die nachtheiligen Folgen, die vorihren eigenen Nutzen daraus entstehen wurden, ineiner beweglichen Rede vor. Alle Priester derBeltha gaben ihren Widerwillen gegen das Unter-nehmen des ThamuS zu erkennen. Man redetefrey von seinen Absichten, und man zweifelte end-lich an seiner göttlichen Sendung. Die ältesten,die in der Sternkunde am geschicktesten waren, wur-den endlich offenherzig, und bekannten, daß auchBelus den Lauf der Gestirne bloß durch menschlicheErkenntniß erfunden hätte, ohne eines vertraulichenUmganges mit den Göttern zu genießen. DasVorgeben des Thamus sey also offenbar falsch, undbloß aufdie Schwächung ihres Ansehens undNußenSabgezielet. Man muffe also alles anwenden, umden König in ihrer Partey Zu erhalten, und denThamus zu stürzen. Man verabredete ein Wun-der, um das Volk von der Partey des Thamusabzuziehen. Man wollte nämlich das Bild derGöttinn Beltha dergestalt zurüsten, daß es an ih-rem in dreyen Tagen einfallenden Feste blutige Thrä-nen weinen sollte, wobey man dem Volke zu ver-stehen geben wollte, daß es der Betrügerey desThamus halber geschehe, und übrigens gab mandem Oberpriester Vollmacht, den König auf alle