! des Thamus. 7^
k mögliche Art zu gewinnen, daß er den Thamus aus
? dem Wege raumete.
! Der Oberpriester stellete sich zu versprochener Zeit' bey dem Könige wieder ein, und versicherte den-selben mit einer zuversichtlichen Miene, daß dieGöttinn Bclkha, und selbst die Sonne, den Thamusvor einen Betrüger erkläret hatten, der ihres Na-mens miöbrauchte, um sein eigenes Ansehen undNutzen zu befördern. Er rieth zugleich dem Köni-ge , daß er sich der Person des Thamus bemächti-gen , und seine Höhle und das vorgegebene göttlicheBild der Sonne untersuchen lassen sollte; so würdesich sein gespielter Betrug von selbst entdecken. Derbabylonische Monarch, der durch diese Antwort allesLicht bekam, das er in dieser Sache verlanget hatte,stellete sich, als hatte er, wegen des großen Anse-hens des Thamus bey dem Volke, große Bedenk-lichkeiten, gewaltthätig wider ihn zu verfahren. Erschlug aber dem Oberpriester vor, das beste Mittel,die Absichten des Thamus zunichte zumachen, wäre,daß man einige Feyertage abschaffte, und als einewiges und unverbrüchliches Gesetz bekannt machte,daß dieselben niemals vermehret werden könnten.Er zeigte ihm ausführlich, daß die vielen Feyertageder Nahrung der Unterthanen, und mithin derWohlfahrt des Staats nachtheilig wären. Er
glauvte also, daß das monathliche Fest der
Göttinn Beltha auf zwey Tage, das Fest desHermes auf einen Tag, und das Fest des Tod-tenengelS auf einen halben Tag gesetzet wer-
den könnte, ohne dem Dienste der Götter Abbruch
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