! des Thamus. ?rz
Hen zu Babylon öffentlich bekannt gemacht werdensollren.
Unterdessen hatte sich das große Wunder ereig-net, daß das Bild der Göttinn Beltha Blut wei-! nete. Ganz Babylon lief hinzu, eine so unerhörteSache zu sehen; und die Comödiewar so gut ein-gerichtet , daß es in der That ein betrübter Anblickwar. Die blutigen Thränen der Göttinn, die! von Zeit zu Zeit über ihre Wangen herabrolleten,eine Menge Priester, die mit zerrissenen Kleidern,
! mit Asche auf ihren Häuptern und mit an-st gezogenen Sacken vor der Göttinn auf der Erdelagen, viele andere Priester, die im Tempel umheri i liefen, und sich bald auf ihre Brust schlugen, bald^ die Hände empor huben und weineten, hätten das^ unempfindlichste Herz rühren können. Dieweinen-den Priester gaben dabey dem erstaunten und nachder Ursache dieser Thränen emsig forschenden Volke! zu verstehen, daß es Leute gäbe, die sich fälschlichvor große Propheten und Bothen der Götter aus-s gäben, die aber keine andere Absicht hatten, als die^ Verehrung der großen Göttinn Beltha zu schwächen.
' Man enthielt sich, den Thamus zu nennen. Alleindas Volk verstand allzuwohl, wer dadurch gemeynetwürde. Viele ließen sich wider den Thamus ein-nehmen: viele aber hegten vor ihn eine so großes Hochachtung, daß sie eher geneigt waren, die Prie-
^ ster der Beltha einer Betrügerey zu beschuldigen,
s Der Auflauf breitete sich aus dem Tempel in ganz
s Babylon aus; und alles Volk versammlete sich auf
' den Gaffen und öffentlichen Plätzen um sich von ei-
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