des Thamus.' 715
ne nicht mehr vorhanden war; und Thamus crzäh-lete ihnen, daß diese Nacht die Sonne ihr Bildnißweggenommen und dem undankbaren babylonischenReiche den Untergang gedrohet hatte, weil man fort-führe, ihren Dienst zu verachten. Diese Zeitungbreitete sich bald in ganz Babnlon aus; und jeder-mann lief hinaus, von dieser schrecklichen Zeitung nä-here Erkundigung einzuziehen. Hierdurch erfahrThamus zugleich die Nachricht von dem publicirtenGeseße wegen Verminderung der Feyertage. Erwurde hierdurch überzeuget, daß sich der babyloni-sche Monarch mit den Priestern derBeltha verstand,und daß man ihm alle Hoffnung abschneiden wollte,mit seinen Absichten zu Stande zu kommen.
Thamus wurde hierdurch sehr aufgebracht; under beschloß mit Gewalt durchzudringen. Er hielteine bewegliche Rede an das häufig bey seiner Höhleversammlete Volk, und stellete darinnen nachdrücklichvor, wie langmüthig zeither die Sonne die Baby-lonier zu ihrem Dienste ermähnet hätte; weil aberdieses alles keine Wirkung gehabt hätte; so hättesie nunmehr den Untergang des babylonischen Reichesbeschlossen, und ihm befohlen, sich aus diesem undank-baren Lande zu entfernen. Alles Volk schrie hier-auf, daß sie bereit wären, dem Willen der Sonnein allem zu gehorchen, und daß man den König an-halten-müßte, ein gleiches zu thun. Er sollte demKönige die Sache vorstellen, und sie alle wollten ihnbegleiten.
Dieses war eben was Thamus suchte. Er giengalso voran nach Babylon, und alles Volk folgete ihm.
Vy § Der