Band 
[Erster Band]
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716 n. Die Geschichte

Der ihm nachfolgende Haufe vermehrete sich be»ständig, als sie in Babylon eintraten, und beständigschryen, daß man dem großen Propheten ThamuSfolgen müßte, um den Untergang des babylonischenReiches abzuwenden. ThamuS stand auch zuwei-len stille, und erneuerte seine Rede an das Volk/wodurch er sich immer mehr Anhänger erwarb. End-lich langte er mit mehr als fünfzig tausend Menschendie ihm nachfolgeken, vor deni Pallaste des babylo-nischen Monarchen an. Man schry, der König müs-se den großen Propheten Thamus hören, und ihmfolgen, weil er und sein Reich sonst untergehenwürde. Der König Beluö, der aufdie erste Nach-richt von diesem Tumulte die Zugänge seines PallastShatte verwahren und mit seinen seibrvachten besetzenlassen, war über diesen Auflauf sehr bestürzt; undes reuete ihn, daß er sich nicht gleich anfangs derPerson des Thamus bemächtiget hatte. Er hatteseine Ministers bey sich versammelt und alle riechen,daß man den Weg der Gelindigkeit anwenden müßte,damit man erst das tumultuirende Volk auseinanderbrächte. Man sendete also an den Thamus, daßer vor dem König erscheinen sollte. Dieser nahmzwanzig seiner vornehmsten Anhänger zu sich, undtrat vor den König in seiner Rathsversammlung»Niemals hat vielleicht nach ihm ein Rebell an seinenrechtmäßigen König und Herrn eine verwegenere Re-de gehalten, als hier Thamus that. Er drohetenicht allein dem Könige und allen seinen Staaten denUntergang; sondern er hatte sogar die Keckheit zusagen, daß Könige, die den Befehlen der Götter

offen-