Buch 
Leonard Meisters Characteristik deutscher Dichter : nach der Zeitordnung gereyhet / mit Bildnissen von Heinrich Pfenninger
Entstehung
JPEG-Download
 

stammt und zum voraus der glückliche oder rm- glückliche Erfolg geweissaget wird. Je nachdem der Schlachtgesang so oder anders schallt, trotzt oder zittert das Heer. Nicht so fast Einklang der Stimme als des Muts hört man. Man hört ein gedämpftes Gebrüll, den Schild vor dem» Munde, damit durch Znrückprellung der eiserne Laut desto voller und ausgebreiteter sich schwelle. "Julian (Misovog.) giebt folgende Beschreibung: Die Barbaren jenseit des Rheines haben grosse Lust an rohen Gesängen, die dem wilden Ge-iz schrey der Raubvögel gleichen."

Mehr oder weniger geben uns die Ueberreste derschottischen und dänischen Poesie einen Begriff vonder deutschen. In den Dänischen Sagen sind, nachSchlözers Bemerkung, sehr oft deutsche Begeben-heiten nordischen Helden und Gegenden auf aben-thenerliche Weise angepaßt worden. Wenn ähn- liche Gegenstände, " sagt Hugo Bläir in derAbhandlung über den Oßian, in ähnlicher Ver- fassung auf die Einbildungskraft wirken, so drü- ken sie ihren Geburten ähnliches Geprag auf, nur wenig durch Klima und Genie verschieden. Nun aber trugen die Menschen niemals ähnlichere Züge als in der Kindheit des gesellschaftlichen Lebens."

Olaus Wormius giebt im Anhange zu feinemWerke von der runischen Litteratur einen besondernBericht von der gothischen Dichterey. Ausdrück-A s