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Leonard Meisters Characteristik deutscher Dichter : nach der Zeitordnung gereyhet / mit Bildnissen von Heinrich Pfenninger
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zahlen, so trat er in dem damaligen grausamenWinter 1740. seine Reise zu Fuß an.

Dieß ist es/ was uns von dem Abschiede/ welchenCnnodem Soldatcnstandegegeben/ bekannt ist. Erselbst erwähnt dieser Epoche in seiner Ode an denHerrn von der Gröben:

Dir hat das Schiksal drauf den Säbel scharf ge,

schliffen;

Mir hat so Neid als List denselben stumpf gemacht.Doch hat mich auch der Sturm zum Hafen hin-gebracht.

Ich schweige von mir selbst. Mein ruhiges Ge-wissen

Verbindt die Wunde mir/ die mir mein Feind.ge-rissen.

Er stahl mir Friedrichs Huld und die GelegenheitZu Proben achter Treu und Heister Dankbarkeit.Mein treu und dankbar Herz kann niemand mir

entstählcn:

Ich will von Friedrichs Huld doch überall erzählen.

Den i;> Iun. 1740. kam er ziemlich gesund zuAmsterdam an. Er war gesinnt / sich in Leidenniederzulassen, und in. diesen Gesinnungen befestigteer sich, als ihm ein gewisser, sehr begüterter Mann,der ihn unterwegs zween ganze Monate sehr lieb-reich verpflegt hatte, auf St. Johann zweyhun-> dert Reichsthaler versprochen. Das Versprechenaber wurde vergessen. Er fiel in eine tödtliche