tt wird niemand fragen: Warum das? Ich kann„ sie ja in Kupferstichen haben. Gut, dann best;,, ich sie wohl, aber ich habe nichts für mein Stu-» dium gethan. So wird der Künstler eine im-„ mer merkwürdige Sammlung zusammenbringen;,, er hat fo nach dem Besten studirt, und sich zu,
„ gleich in den Besiz desselben gefezt.-So
„ lang es des Künstlers Hauptbeschäftigung ist,,, andrer Werke so genau als möglich nachzubilden,n so verliert oder schwächt er darüber die Kühn-» heil und den Schwung der Einbildungskraft,„ die zum Erfinden nöthig sind. Von dieser Furcht-„ samkeit suchte ich mich sorgfältig zu erholen;„ ich legte meine Originale weg, dachte auf eigne„ Ideen, und gab mir die schwersten Aufgaben,, auf. So fand ich, wie viel ich wieder gewon-„ neu harte; fühlte, was mir am leichtesten und„ vorzüglich gelang; beobachtete, welche Theile„ mir noch die meisten Schwierigkeiten machten,„ und bekam so die Anleitung, worauf ich vor-„ züglich wieder zu arbeiten hatte. Zugleich faßte„ ich neuen Muth, wenn ich fand, daß Schwie-„ rigkeiten wieder verschwunden waren, und ich„ mich besser aus der Sache gezogen hatte , als„ ich hofte; und zugleich gab ich so meiner Ein-„ bildungskraft Nahrung und Kühnheit. — Bey„ dem allem hab ich mir zur Regel gernacht,„ immer mit dem versehen zu seyn, was zum