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Die Tageszeiten : ein Gedicht in vier Büchern / von Friedrich Wilhelm Zachariä
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Da aus hohen tvaldichten Wipfeln veralteter EichenDer schwerfliegende Rabe zu fernen Feldern dahinzieht-Auch der ermunterte Schäfer öffnet-die Schranken der Hürde;

Sein krummhornichter Widder leitet die blockende HecrdeHinter sich her auf die Felder; bis auch der Schäfer herausgeht,

Und, vom treuen Hunde begleitet, den Nachzug beschließet.

Das umschattete Dorf erwacht in moosigten Hütten. '

M itgekrümmtem Halse steht hoch auf der Leiter der Haushahn,

Und kräht Freud' in den Hof; mit lauten schlagenden FlügelnSpringt er hinab aufden Platz, und ieder der schwatzenden WeiberStrotzt er brennend entgegen, schüttelt die mächtige Krone,

Und empfängt sie mit Anstand und majestätischer Herrschaft.

Seine Stimme verkündiget Arbeit. Der Landmann erhebt sich;Wischt den Schlaf aus den Augen , und macht in grauender DämmrungSeinen Wägen zurecht; er höhlt die munteren RoffeAus dem niedrigen Stalle, der noch von Dunsten aufdampfet.

Oder er spannt an den Pflug die wiederkäuenden Ochsen,.

Die geduldig dem Joche die breite Stirne hinreichen.

Langsam zieht er'zum Acker, nnh reißet sciklang die Furchen,

Von dem Gesänge der Lerche begleitet, die*Aufmuntrung singet.

An den Pflug zeichnet, hält er die Hand vor die Augen,

Und höhlt mit den gierigen Blicken die Sonn aus dem Meere.

Gönne dein Antlitz, o Sonne, den dich erwartenden Fluren,

Und vergülde die Arbeit des schweißvergießenden Landmannö!

Sie beschleunigt den'Einzug , und röchet im wollichten OstenImmer Heller die Wolken,, die vor ihr hergehn, und schimmern^

Wie