8 Der Morgen.
Wie ein glänzender Hof, der seinen Monarchen verkündigt«Und auf einmal erscheint sie! Mit breitem offnen GesichteBlickt queer über die Erde die holde Fürstin des Tages.
Itzo fliege die Phantast« mit kühneren SchwingenAn die fernen Gestad^ des unempöreken Weltmeers ;
Oder sie schaue von hohen Vorgebirgen herunter,
Weit in die Oceanische Wüste, vom Morgen bestralet.
Aus den azurnen Wellen steigen die Pferde der SonneSchnaubend empor, und erhitzt, die feurige Laufbahn zu schießen.Aus den duftenden Locken der freundlichlachelnden GöttinTröpfelt ein himmlischer Thau, der in den sich öffnenden MuschelnZu den reinesten Perlen erstarret; des Meeres BewohnerRecken ihr Haupt aus den Fluchen, die frühe Sonne zu grüffen.Alles ist Himmel und Wasser; doch auch die unendliche WüsteLachet itzt weit aus allen Wogen mit spielendem Glänze.
Tief am Rande des Horizontes entdecket das Auge,
Als ein einzelnes kleines Seegel, das mächtige KriegsschiffAber es- nähert sich mehr und mchr; schon schwellen die SeegelIn das forschende Glas , schon flattern die Flaggen und WimpelUm den wankenden Mast ; bis endlich die schwimmende VestungSich in völliger Pracht den starren Augen enthüllet,
Alle Seegel verspreitet, und nah an dem hohen CasteeleMit dem Donner des Krieges die lauten Eylande grüssek.