iQ Dcr Morgen.
Wenn am rauschenden Ganges , oder am schnellen Achaspis
Die andächtigen Chöre der weißgekleideten Magi
Dich mit ehrerbietigen Hymnen, als Mithra, begrüßten;
Oder der nackende Mohr in fröhlichgeschlossenen ReihenDich mit Tänzen empfängt: war dies nicht Menschen gemäßer,
Als vor dem Ochsen zu knien, und vor Scheusalen zu räuchern?Sey auch uns willkommen im Osten, Regentin des Tages!
Dich begrüße der feyerliche Gesang der Muse,
Welche durch deinen Glanz den Thron des Schöpfers erblicket,Dessen unterste Stufen dein irdisches Feuer vergüldet.
Stralender Ausfluß des Lichtes, du Quelle von aller der Schönheit,Die den.wandelnden Erdkreis in seinen Verändrungen schmücket;Seegen und Nahrung fließet aus dir in feurigen StrömenFür unzehliche Myriaden so vieler Geschöpfe.
Von dem monarchischen Menschen, bis auf die staubkchte Milbe,Trinket alles, und lebet von deinem beseelenden Ausfluß,
Dich umtanzen die Stunden in musikalischen Reihen;
Und die Jahreszeiten, im abgemessenen Wechsel,
Folgen deinem Wagen, und kränzen mit Freude den Erdkreis.Kaum hat von heitren Gewölken der blumichte Lenz seine RosenAuf die Erde geschüttet, und mit den lezteren KränzenFelder und Wiesen umzogen; so steigt der mächtige SommerAuf den flammenden Thron, und schießet senkrechte Stralen.
Aus dem güldnen Köcher; die Pfeile rihen die Erde;
Das weikwallende Feld wird weiß; die reifenden AepfelGlühn erröchend am Baum; indem in milderer Herrschaft