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Die Tageszeiten : ein Gedicht in vier Büchern / von Friedrich Wilhelm Zachariä
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Der Abend.

Und das grauende Thal, ein sympathetischer Anblick;Denn ihm wär? doch ißt ein Paradies eine Wüste.

Unter dem Einfluß von gütigern Sternen ist jener gekohren,

Den der Abend mit seiner Geliebten zur Einsamkeit führet.

Welche Zärtlichkeit blicket aus ihren gefälligen Augen!

Lind die glückliche Sympathie der harmonischen SeelenSteigt in die Minen empor, und lispelt aus jeglichem Worte.

Auf sie schüttet der Abend die allerreinsten Vergnügen;

Ihnen lachen in höherer Anmuth die blühenden Hügel;

Lieblicher duftet ihnen die aromatische Rose,

Und mit willigerm Fittig kühlt sie der gaukelnde Zephir.

Aber wer kaun wohl Freuden beschreiben, nur Sterblichen fühlbar,

Deren erhabnere Seelen aus feinerm Aether geformt sind.

Leihe mir deinen Gesang, du, die du iht unter den SchattenMit dem klagenden Liede die einsame Gegend erfreuest.

Könnt'ich, wie du, Philomele, mit deinen dir eignen Accenken,

Welche die Lieb' in dir schafft, die glückliche Liebe besingen lWie entzückt dein holder Gesang ein zärtliches Ohr nicht,

Wenn du aus blühenden Lauben der schlummernden duftenden GärtenMit den rührenden Seufzern den säuselnden Westwind beladest;

Oder tief im einöden Walde mit sterbenden KlagenEcho dir nachseufzen lehrst; bis deine schmachtenden TrillerImmer sanfter und sanfter sich mit den Lüften vermischen;

K z Als.