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Die Tageszeiten : ein Gedicht in vier Büchern / von Friedrich Wilhelm Zachariä
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Der Abend.

Eitle Bilder! und leere Phantomen! Sein Wagen hielt stille;

Mit Erstaunen sah er in ungewöhnlicher Feyer

Den Pallast erleuchtet, und einen fröhlichen Pöbel

Voller Geschrey und Lerm mit geputzten Bedienten vermenget.

Alles lief untereinander, und niemand gab Acht auf die Fragen,

Die er oft wkederhohlte; bis an dem Thor des PallastesIhm ein Alter die Nachricht mit folgenden Worten ertheilte:„Fremdling, (denn das bist dugewiß, indem dir die Ursach„Dieser Anstalten unbekannt ist;) diesen glücklichen Abend„ Wird sich der alte Doranr mit seinem Mündel, Serenen,

„Einer vortrefflichen Jungfrau von großem Vermögen, vermählen."Blaß und erstarret, ein bloßer unempfindlicher Körper,

Stand, der itzo vom schrecklichsten Donner getroffne Lucindor.Taumelnd drang er die Stufen hinauf, und sah in dem SaaleZu der erschrecklichen Feyer alles in prächtiger Anstalt.

«Jtzo höhlt man die Braut!" sprach einer der Zuschauer leise,

Und Lucindor stürzte voll Wuth aus dem Saale zurücke;

Warf sich wild in den Wagen, und rief mit entsetzlicher Stimm«Seinen Leuten, aufs schnellste von diesem Orte zu eilen.

O! wie klopfte sein Herz in schwarzer blutger Verzweiflung!

Eine schreckliche Nacht verhüllte die trostlosen Augen,

Welche bittere Ströme von wütenden Thränen ergossen.

Auch die Eifersucht flog, um seine Marter zu mehren,

Hinter ihm her mit Rabenflügeln; sie schüttelte Rache

Von den scheußlichen Schwingen, und gab ihm den Giftkelch des Hasses

Reichlich zu trincken. Von tausend verschiednen Affekte!: gefoltert,

Sank