izr ' Die Nacht.
Wo am Rande der kühnste Gedanke mit Grausen zurücköebt;
Und wogegen des Grabes Nacht selber wie Mittag zu rechnen?
Wage noch diesen Flug! — doch du bebest? und wer sollte nicht beben,Sich durch-diese noch mehr als Egyplischen Finsternisse -Kühn hindurch zu wagen, und hinter den Thoren des Todes,
Und dem Vorhang der Nacht, den Weg zum Himmel zu finden?
Ach! was kann es uns helfen, das man uns Kronen versprochen,
Und ein schöneres Eden, als dieses, so wir vcrlohrcn,
Wenn wir den Weg nicht wissen durch diese Cimmerische Nächte!
Aber sieh auf! Welch eine himmlischglänzende GöttinnBietet sich dir zur Führerinn an ! Sie schwingt in den HändenEine leuchtende Fackel; und eine Krone von SternenSchimmert um ihr holdseeliges Haupt; die ruhigen AugenReden Andacht und stählernen Muth und Hoheit der Seele.
Und wer anders als du, o Religion könnt' es wagen,
Mit uns hin in die Nacht zu gehn, und den Himmel zu suchen?
Muse, die du die Scenen, und die verschiednen GestaltenDes abwechselnden Tages gesungen; bekröne dein Lied nunMit der Religion, und ihrem stralenden Lorbeer,
Und flicht himmlischen Amarankh um die Dorische Leyer.
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Treueste