58
Sechster Brief.
Die beyden in Rupfer gestochenen Bild-nisse ^evelii, sind von /eremiar nach, und von
nach Äecä. Das Original
zum erstern hab' ich schon angezeigt: zum letz-ter» aber hab' ich bisher noch keins auffindenkönnen. Jener frühere Kupferstich steht vorder Gelenographie, und hat Vorzüge vonSeiten der Kunst. Dieser spätere (denn beydedürften bey nahe um dreyssig Jahre differiern)ist nicht nur im zweyten Theil der biacbmasOoelsllig, sondern auch bey der Leichpredigc,und dem krciäromo ^llronomiss zu finden;daher sehr viele Abdrücke matt und schlecht aus-gefallen sind. Die in der bcksclüna sind dieersten und besten. Wer Hevelii Physiognomiesiudiren, und das Vergnügen gemessen will,den jungen, in der Blüte eines sechs und dreys-stgjahrigen Lebens, alles unternehmenden Ge-lehrten, noch in den ehrwürdigen Gesichtszügen,
des
Mannes, der im Mantel neben einem Tische siebt,auf welchem eine Himmelskngel, mit der Chiffrett. L. (des Mannes Namen vermuthlich)daneben, zu sehen isi. Die beyden ersien sindseilt eignes, und seiner Frauen Dildniß. Aufallen isi sein Zuname ganz ausgeschrieben zu le-sen: /tt. TU/ fecit. Dieser Thiel war einkünstlicher Bernsieindreher und Malet in Dan-?ig, hernach viele Jahre Gasiwirth in derSchislltz, nahe vor der Stadt, und starb zu-letzt im Hospital zu Allen Gottes Engeln 1722in einem hohen Alter. Bey ihm traf's zu, daßdie Kunst nach Brod gehn mußte.