Die Capstadr nach einer Zeichnung aus dem Lahre 1770.
im Dienste äer kotlänäisck-ostinäiscken ^omUNgnie.
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Ein Ehrenmitglied der Feuerwerker-Gesellschaft, das sich als Militärschriftsteller hervorgethan hat, d. i. der1877 verstorbene Herr Wilhelm Meyer-Ott, hat in einer Reihe unserer Neujahrsblätter von 1871 an bisund mit 1876 in anziehender Weise die Kriegsthaten der Zürcher in fremden Diensten geschildert. Seine Blätterfüllen eine Lücke in der schweizerischen Militärgeschichte aus und haben deshalb ihren bleibenden Werth. — Unserdiesjähriges Neujahrsblatt macht nicht darauf Anspruch, eine Fortsetzung der trefflichen Arbeit Meyer's zu bilden;der Fremdendienst der Zürcher und der Schweizer überhaupt in den Holländischen Kolonien, welchen wir zum Gegen«stand unserer Blätter wählen, hat nie die Bedeutung erlangt, wie derjenige in Holland selbst, in Frankreich, Italienund Spanien; auch fließen die Quellen, woraus Mittheilungen über denselben zu schöpfen sind, äußerst spärlich.Was wir dieses Mal bringen, ist somit nur ein kleinerer Anhang zu der größern, in sich abgerundeten Arbeit,welche in den erwähnten sechs Jahrgängen aus der Feder unseres verdienten Geschichtschreibers geflossen ist. DenAnstoß zu unserer Arbeit haben uns Familienpnpiere gegeben, die das Schicksal eines jungen Mannes aus derangesehenen Zürcherischen Familie „Meyer zum Steg" betreffen, eines Lerwandten unseres verstorbenen FreundesW. Meyer-Ott. Diese Familiengeschichte vergegenwärtigt uns in anschaulicher Weise die Erlebnisse der schweizerischenSöldner im Dienste der holländisch-ostindischen Compagnie und versetzt uns lebhaft an die fernen Gestade des