Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
375
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von des Großherzogs zu Florenz Hofstaate, Pallasten rc. Z 75

auch Orangen, die inwendig ganz blutroth sind, und aus einer Vermischung von Pfirsichen undordenrlichen Orangen entstanden zu seyn scheinen. BeyHiere in der Provence sind sie häu-fig in einem Orangenwalde anzutreffen. Die Aussichten aus dem Pallaste der Villa Imxe-riale sind vortrefflich. Nicht weit davon und auf der mehrern Höhe seines Hügels liegt einaltes Franciscanerkloster, 8. Al-meo in Aicetri, dessen umliegende Gegend wegen der herrli-chen Früchte und der köstlichen Weine, Veräee genannt, berühmt ist. WcinVer<1s..

kratolino ist das andere nahe gelegene großherzogliche Lustschloß. Es ist solches vonFlorenz sechs italienische Meilen gegen Bologna hin entfernet, und vom Großherzoze Fran- ^ " '

ciscus angeleget, wie folgende in der Mitte des Hauptsaales an der Decke befindliche Inskri-ption andeutet:

kontibru, Vivarür, XMirbks; Lcler

krsnc. Xleck Xlsg. vux Ltruri» II.

Lxornavit

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Lt lui »mlcvruinguc tuorum romiffloni Llünnvicavit

Anno vom. Xk.v.UXXV.

Die Zimmer und Säle sind mit guten Gemälden und Meublen versehen, das vornehmsteaber kömmt allhier auf den Garten und die darinnen befindlichen Aleen, bedeckten Gänge, La-byrinthe, Grotten, Statuen, Wasserfalle, Springbrunnen und andere Wasserkünste an, wel-che letzter» zwar den Versaillischen nicht gleich kommen, indessen aber jedoch auch ihre Schön-heiten haben, und im Sommer desto angenehmer sind, je wärmer das hiesige Clima ist. Ei-ne weitläuftige Beschreibung von allen findet man in dem Leben des Großherzogs Franciscus,weiches /H-Es/co cle' virmi, ein Florentiner herausgegeben hat. Es sind zwar seit dem Ab-sterben des besagten Herzogs beynahe schon anderthalb hundert Jahre verflossen; allein sol-ches hindert nicht, daß man nicht alles noch in dem Stande, worinnen er es hinterlassen, fin-den sollte, weil es für ein so vollkommenes Werk angesehen worden, daß man eineSthcil-an der nöthigen Unterhaltung nichts ermangeln lasset,, anderntheils aber Bedenken getra-gen, etwas daran zu andern oder hinzu zu fügen.

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Drey und vierzigstes Schreiben.

Relation von den vornehmsten Kirchen und andern geistlichenGebäuden der Stadt Florenz.

jan zählet in Florenz über hundert und fünfzig Kirchen, sieben und achtzig Klöster und Unzahl derzwey und zwanzig Hospitäler. Unter einer so großen Menge geistlicher Gebäude Kirchen,kann es in hiesigem Lande nicht fehlen , daß nicht viele davon wegen mancherleyMerkwürdigkeiten verdienen sollten, von einem Reisenden besehen zu werden.

Den Anfang dazu machet man billig von der Domkirche, welche den Namen von Domkirche.8. XIZria kiel kiore führet. Solche ist anderthalb mal so groß als die Kirche St. Pauli zu Größe derstl-

Lon- den-