M« mosai-sche Arbeit.
Cuppola.
Gemälde.
Fehler dar-an.
Statuen.
Ada« undLva.
Z76 Brief. Relation voll den vornehmsten Kirchen
London n), und erstreckt sich nach des öel nirureL Berichte ihre Länge auf zweyhun-
dert und sechs und scchszig hiesige braccig, die Breite der Tribune oder des Kreuzes aufhundertund sechs und siebenzig, und der drey oder navnun zusammen auf ein und siebenzig.Die Höhe vom Fußboden bis an den Schluß der Cuppola betragt hundert und neunzig brac-cia, und bis an den Gipfel des darauf stehenden Kreuzes in allen zweihundert und zwey.Der ganze Umfang des Gebäudes wird auf zwölfhundert und achtzig beacLm gerechnet.
Diese Kirche ist um das Jahr 1294 unter dem Baumeister Arnulpho di Cambio, ei.nem Lehrlinge des Cimabue angefangen, und gegen das Jahr 144; unter der Aufsicht Phi-lippi Brunaleschi geendiget worden. Sie ist allenthalben mit Marmor überkleidet, das Por-tal ausgenommen, dem es noch am gehörigen Prachte mangelt. Indessen hat man es imJahre 1638 bey der Heimführung der Großprinzeßinn Violänta Beatrix mit Gemälden, diadas im Jahre 1459 in dieser Kirche gehaltene Concilium betreffen, gezieret.
Auf der Seite nach der Servitensiraße ist über einer Thüre, welche Bildhauerarbeithak, die Verkündigung Mariä groß und schön aus mosaischer Arbeit oder Opere lvlullvo, sodie Alten IKbostr-ituin nennten, zu bemerken. Es ist solche vom Domenico Ghirlandaioverfertiget, und von einer andern ^imunciats des Gaddo Gaddi von gleicher Arbeit inwendigüber dem Haupteingange der Kirche zu unterscheiden.
Die große und treffliche Cuppola ist achteckig und vom Philippo di Ser Brunealeschiaufgeführet. Jede von ihren Seiten hält fünf und siebenzig Fuß in der Breite. Mich.Buonarota soll dafür gehalten haben, es sey unmöglich, noch eine ihres gleichen zu machen;allein es ist kein Zweifel, daß er selbst sie in der Cuppola von St. Peter zu Rom (die auchder florentinischen in Ansehung der Höhe vorgeht) übertreffen habe. Frid. Zuccaro ist derMeister von den Gemälden, welche in dem obersten Theile die herrliche Freude des Himmelsund an der ball der Cuppola die Quaal der Verdammten abbilden. Was man dabey aus-zusetzen findet, sind die unanständigen und mit der Ehrbarkeit streitenden Stellungen man-cher Figuren, welche der Meister nach ihrem besondern Alter und Geschlechte auf eine solcheArt vorgestellet hatte, daß man verschiedenen über ihre Blöße Kleidungen malen müssen,welches abermals mit der eigentlichen Abbildung der daselbst vorgestellten Auferstehung nichtüberein kömmt.
Unter der Cuppola ist das Chor, an dessen Pfeilern die Statuen der zwölf Apostel ausweißem Marmor, und von verschiedenen Künstlern bemerket werden. Das beste Stückdarunter ist St. Jacob, von der Hand Jacobi Sansovini. Auf dem Hauptaltare stehendrey marmorne Statuen von mehr als Menschengröße, deren die eine Gott den Vater fitzend,die andern aber zu seinen Füßen den todten Leichnam Christi, so von einem Engel gehaltenwird, vorstellen. Sie find alle drey von der geschickten Hand des Baccio Bandinelli. Hin«ter diesem Altare stunden ehemals die von eben diesem Meister verfertigten Statuen unsererersten Aeltern. Bey der Eva findet man unrecht, daß sie größer als Adam gebildet ist. Wi-der beyde aber war einzuwenden, daß sie sich wegen ihrer zu vielen unnützen Gedanken rei-zenden Blöße in keine Kirche schickten. Aus dieser Ursache hat man sie endlich auch wegge-nommen , und in ein verschlossenes Gewölbe bey der Wohnung der Lanoulcorum gestellt.In dem Chöre ist noch eine marmorne kleck (oder Maria mit dem todten Leichname des Hei-landes)
-) Nach der Rechnung des großherzoglichen Nischen Domkirche eine Lange von vier hundertBaumeisters Galiläi, beym Richardson I. c. und neunzigund die eine Höhe bis an die Spitzex. 71. NISSON 1. ll, p. zz; giebt der ßorenti- des Kreuzes von drey hundert und achtzig eng-lische»