Band 
[Erste Abtheilung.]
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378
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Künstliches

Geivölbe.

Portrait

Dankis.

EpitaphiumIoh. Acuti.

Epitaphiumeines Orga-nisten.

Reliquien.

Bildhauer-arbeit amThurme.

XI.IH. Brief. Relation von den vornehmsten Kirchen

!ic> bluIeicko ?ap3 cnm b-miicks Lpitcopis 6c krackätis 6c Iinperstore Lonlinntinnpo-litano culn Opibcopis, ki(eliiti8 öc ?roLeribu8 6rLLorum in co^iolo nninero lubla-ti8gus erroribus in unain eaucleiugne reäkinu 6(lein, <^uam Idunuuia tenet iicclelI-7,Lon5en5elunt.

Daß die griechische Kirche sich im Jahre igZ9 mit der römischen vereiniget habe, ist offen-bar falsch.

In einer zur rechten Hand befindlichen Sacristey ist die steinerne Decke zwar einj)!anum buriLontale, so keinen runden Bogen hat, unterdessen aber ist die ganze Zusammen-fügung der Quadersteine und der mittelste Schluß derselben nicht anders angeleget, als miteinem holen Gewölbe zu geschehen pfleget.

Linker Hand bey der Hauptthüre der Kirche zeiget sich das von Andrea Orgagna ge-malte Vildniß Dankis Alighieri, wie solcher in den Wiesen vor seinem Hause spaz sren geht,und in einem Buche liest. Dieser Poet ist noch in sonderlichem Andenken bey de i Floren-tinern, und hat man auf dem Platze um die Domkirche, die Gegend, wo er oftmals gestan-den und spazieren gegangen, mit einem weißen Sterne bezeichnet.

Nahe bey dem Portrait des Poeren Dantis ist der pisanische General Johannes Acu-tus zu Pferde an der Wand gemaler, mit der Unterschrift:

Irgues klriwniücus, Oux wtatis lu:c cautiiHmus 6c rei milita-ris pernillunn-; lL,.b:tU8 ckl.

I^aiü k7ccel!i opn8.

Acutus führet drey weiße Muscheln in seinem Wapen. Nächst bey ihm ist Xb'ccolo cla cko-Iciuinu gleichfalls zu Pferde gemalt.

Ich füge hrebey noch das Epitaphium, womit die Stadt Florenz ihre Hochachtung undDankbarkeit gegen einen geschickten Organisten, Anton Squarcialupus, in dieser Kir-che hat an den Tag legen wollen:

prokeäko (lebet wallen OrZrarilisc. Iz enirn lta arti

Aratiam conjuiixit, nt guaitarn stbi vic'.erentnr Lbarites kcknstcam kiijlciville lororem.k'Iorentina eivltas Amti aninii olNcinn, rata ejus memotiam propnAgre, echus ma-uu>> lrepe mortales in 6u!cem aclnürationein aciäuxerat, Livi luo monninentnnipoluit.

Unter den Heiligthümern der Domkirche zeiget man einen von den Nageln, womitChristus an das Kreuz geheftet gewesen; ein Stück von dem Kreuze selbst; einen Dorn ausder Krone des Heilandes; einen Daumen Johanniö des Täufers nebst einem Theile seinerAsche; ein Stück vom Arme des Apostels Andreä; wie auch Stücke von der Ruthe Aaro-nis und dem Stäbe Mosis,-welche man jedoch in der lateinischen Kirche St. Johannis zuRom ganz zu haben behauptet.

Bey der Kirche steht ein viereckiger Thurm, der mit rothem, weißem und schwarzemMarmor bekleidet, auch mit vielen guten Statuen gezieret ist. Unter den letzten rühmet mansonderlich einen vom Donakelli verfertigten alten Mann mit seinem Kahlkopfe, welches Stückder Meister seinen '/.uacone oder Kahlkopf nennete, seinen andern Statuen vorzog, und fastauf selbiges allein schwur, theils wegen der Arbeit, so daran wohl gerathen war, theils weiles einen seiner guten Freunde Giovanni Bardurei Chierichini sehr genau abbildete. Aneinem andern hier befindlichen Werke hat Donato oder Donatello, wie man ihn insgemeinwegen seiner kleinen Gestalt benennte, das Opfer, welches der Erzvater Abraham an fernem

Sohne