Band 
[Erste Abtheilung.]
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380
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St. Ambro-sio.

Wunder für

dieLranssnb-

stantiation.

Kirche stell'

/rnnunristg.

Wunderbildderh. Mariavon Engelngemalet.

LächerlicherIrrthum desP- Labat.

Z8c> xi.in. Brief. Relation von den vornehmsten Kirchen

tenbahre einen alten verdorreten Ulmenbaum, der auf diesem Platze stund, berühret, ist sol-cher alsbald wieder frisch und grünend worden. Mistion bezeugt, daß man in St. Ma-ria Nipotecosa ein aus dem Holze dieses Baumes verfertigtes Crucifix zeige ü).

Die Kirche St. Ambrosü ist wegen keiner andern Sache zu bemerken, als wegen desWunderwerkes, so sich im Jahre i 2 zo in derselben zugetragen, indem der Wein, welchender Priester nach der Messe aus Versehen im Kelche gelassen, sich in Blut verwandelt, wel-ches noch als ein großes Heiligthum und als das Blut Christi aufgehoben wird. DieseKirche gehöret den Benedictinernonnen, und ist zugleich eine Pfarrkirche, welches bey Non-nenklöstern was außerordentliches ist.

Die Kirche äLl1'tz.nnunrimg hat einen Vorhof, dessen Galerien mit vielen Votis undGelübden aus Holz, Papier, Wachs rc. behänget sind. Sie hat ihren Ruhm großentheilseinem wunderthatigen Marienbilde zu danken, mit welchem es eine sonderbare Beschaffen-heit hat. Eö hatten nämlich die Servi St. Mariä oder Servitenmönche, denen die Kir-che und das dabey gelegene Kloster gehören, einem Maler (so von etlichen Bartolomeo, vonandern Giovanni und noch von andern Pietro Cavallini Roman» genennet wird) Befehl ge-geben, die Verkündigung Maria a krelao zu malen. Die Arbeit war schon bis auf das An-gesicht der h. Jungfrauen vollendet, und der Malerin bekümmerten Gedanken, wie er solchemseine gehörige Vollkommenheit geben sollte, begriffen, als er darüber in einen Schlaf verfielund bey seiner Erwachung gedachtes Gesicht völlig fertig fand. Die Vermuthung dieserHülfe konnte auf niemand anders als auf die Engel fallen, und die Menge der Wunder,welche das Bild schon gethan und noch thut, setzet nach der Florentiner Meynung die gan-ze Geschichte außer allen Zweifel. Man giebt vor, daß diejenigen, so dieses Gemälde an-gesehen haben, ihr Lebtage gute Augen behalten. Es mag aber nun seyn, daß ein andererKünstler dem schlafenden Maler einen Possen gespielet, welchen dieser hernach nebst den Mön-chen zu ihrem Vortheile gebraucht, oder daß der Maler des ganzen Werkes die Fabel erfun-den, um sich aus dem wunderthätigen Beystande und der sonderbaren Freundschaft der En-gel eilte Ehre zu machen: so ist doch gewiß, daß dasjenige Stück, so die Engel gemalt habensollen, nicht besser als das übrige gerathen. Die Erfindung ist gut daran, bey des EngelsStellung und Person nichts auszusetzen, auch dieses nicht übel ausgesonnen, daß Maria beyErblickung des himmlischen Bothens in eine Ohnmacht fällt; was aber die Arbeit des Pin-sels anlanget, so ist solche gar mittelmäßig und auch in Ansehung des Gesichtes mit vielenhundert vortrefflichen Gemälden, die wir von Menschenhänden haben, in keinen Vergleichzu setzen. Die Gesichtsfarbe der h. Maria ist sehr gelb oder braun, ausgenommen an denWangen und an der Stirne, woselbst sie eine weißere Farbe hat, nicht anders, als wenn darangerieben oder gekraßet worden wäre. Diese blasse Farbe hat man auch in der Copia, so mit

floren-

H Der DominicanermcnchP.Ladat hat des genommen habe, kann man sowohl aus andernstel LNVNO krttrelto stelle csle xiä Stellen, als p. 156, da er dieses Wunderwerk be-nocsbili stellg OittL stl kirenre ins Französische schreibt, ersehen. Denn weil er im Originaleübersetzet, und dem siebenten Theile seiner Vo^Zes aus Versehen an statt der Worte u» olmo mußteen Lffzgne L en Irslic, beygefüget. In dieser gelesen haben »n dvino oder nuomo : so macht erUebersetzung hat er sich nicht an die Worte des ausdem verdorreten Ulmenbaumc einen scbwind-Origmals gebunden, »andern solche nach seiner süchtigen Menschen, dessen Geschichte er mit neu-fließenden und angenehmen Schrei! arc eingerich- en nach dem Austande des Kranken eingerichte-ter; wie wenig man sich aber aus eine Accura- tcn Umstanden einkleidet. Seine Worte sind:tesse zu verlassen und wie viele Freyheiten er sich - - on rronve unc colonne, gut im xotee c„ ce

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