Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
508
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Grab der

MarqMnn

Riccardi.

8. Orrolsnroriells Lsrit».

8.6reZor. K1.

Kapelle derh. Sylvia.

OratoriumOreZor. kvl.

Warum derPabsi amgrünen Don-nerstage drcy-zehn Armendie Füße wa-sche.

508 XU Brief. Relation von den geistlichen Gebäuden,

Ferrata verfertiget, und ehe man an dieselbe kömmt, bewundert man das Grabmaal der Mar-quisinn Riccardi, über welchem ihr Brustbild in weißem Marmor mit folgender Jnscriptionsteht:

Iwancifca: Oalclarinw kecorsekvlarcb. Kiccarciw

tchi« z,rscc 1 -.wis Virnin Oabrielem Xlarcli. cie st.iccarstikro 8 eren. kercl. II. XI. bksctr. I)uceAzauck Innoc. X. L Xlex. VII. ?.?. XI. Xl. OrstoremXoiiwm lsguuta

clum reliZiorie, comitste, conlk. omnigue virtateprobatilHina

lster XI. nnnor. Ipatium urbis omnes 6 bi concillaret gmorerHoMiiiibus Xguo na Oeo clmrn,

Xlortalibus erepta est, ut superiz ciolmrstnr.

In der Kapelle der Sacchetti ist ein vom Bresciano modellirtes und vom Paolo San-O-uirico, einem Parmesaner, gegossenes metallenes Crucifix und um dasselbe schöne Marmor-arbeit zu sehen; desgleichen auch ein Gemälde auf Holz, so Christum, wie er vor seinem lei-den im Garten bethet, vorstellet, und sehr hoch geschahet wird.

Die Kirche der zween Märtyrer Iohannis und Pauli hat einen schönen Fußboden undtreffliche Seulen von Oranito Orientale, auch eine von Xlabaliro Orientale beym Altare.Ihre Gemälde verdienen nicht weniger gesehen zu werden.

8 . Oirolmno clella Larita pranget mit vielen Bildhauerwerken, sonderlich an demHauptaltare, in der Kapelle kllilippi Xeri und La^ella 6 i 8 x>acia. Aus der Kammer, wor-innen Phil. Neri drey und dreyßig Jahre lang gewöhnet hat, ist ein Oratorium gemacht.Das Gemälde am Hauptaltare, worauf Domenichino den h. Hieronymum, der an feinemEnde noch das heilige Abendmahl bekömmt, vorgestellet hat, wird für eins der besten Stückeder Stadt Rom gehalten.

Die Kirche von 8 . OreZorio Xlagno, nel Xlante Lclio hat einen viereckigten Vorplahund in demselben viele Grabmaale, worunter des Oderti kiparolü katritü Oernicutiz, ntnus-gue 8 iAN 3 tur« Ke 5 e enstarii Monument mit einem schönen bg8-relies von bronxo, so ChristiEinzug auf einem Esel vorstellet, versehen ist.

linker Hand in der Kirche zeigt sich ein Familiengrabmaal der Crescentier, welchesMartin Lunghi verfertiget hat.

Von der hier nächst anliegenden Kirche cli 8. Xnclr-ea habe ich schon gemeldet. Dieandere Kapelle oder Kirche, so in diesem Garten liegt, ist der St. Sylvia, Mutter des St.Gregorius gewidmet. Ihre darinnen befindliche Statue hak Franciofini verfertiget, und dieDecke der Kirche ist vom Guido Rheni gemalet.

In dem dritten Oratorio ist die marmorne Tafel zu sehen, an welcher Gregorius dergroße täglich zwölf Arme zu speisen pflegte, bis einsmals ein dreyzehnter Gast dabey bemer-ket, und nach genauerer Untersuchung ein Engel zu seyn befunden wurde. Von selbiger Zeitnahm er allezeit dreyzehn Arme an solche Tafel, und seine Nachfolger auf dem päbstlichenStuhle sind bey solcher Zahl geblieben, wenn sie die armen Priester am grünen Donnerstagebedienen; gleichwie man auch aus demjenigen, was dem heil. Gregorius einsmals begegnetseyn soll, eine Veränderung in der Xliilü llapaü gemacht hat. Denn wenn der Pabst gesun-gen hat: I'->x Oomiui 1u lemper vobil'cum; so antwortet das Chor nichts; weil ehemals