Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
509
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und pabstlichen Pallasten in Rom. 509

bey solcher Gelegenheit die Engel dem Gregorius dem großen geantwortet: Tt cum 8pirüuruo; und man itzt Bedenken trägt ihnen vielleicht in die Rede zu fallen. Die itzterwähnkeSpeisung der zwölf Annen ist nebst andern Thaten des Gregorius vom Antonio Viviani d' Ur-bino an der Wand ä kreico gemalet. An der marmornen Tafel selbst, so aufbewahret wird,stehen die Worte:

kis ieuc,8 lnc 6rsZortU8 palcebat eAenos,

AnAelm öc cieciinus tertiub accubuit.

Die schöne hier befindliche Statue Gregorius des großen' ist vom Michael AngeloBuonarota angefangen, und nach seinem Tode vom Franciosini vollendet worden.

Die den Jesuiten und zum LoIIsAio Konmuo gehörige Kirche St. Jgnatii hat eineschöne käcLiAti,, ist sehr hoch gewölbet, und wird von vielen nach St. Peter für die schönsteKirche von Rom gehalten. Der Pater Andreas Pozzi aus ihrem Orden, hat sonderlich mitseiner Malerey an dieser Kirche viele Ehre eingelegt, und die von ihm auf Leinwand ge-malte Cuppola läßt nicht anders, als wenn die Decke der Kirche zu einem hohen und schönenDome durchbrochen wäre. Der Platz auf dem Fußboden, von welchem man diese Perspe-ktive am besten betrachten kann, zeigt folgende eingegrabene Verse:

In ineclür virn>8 tu» lic miracula prmclit,inelius moäimn lic teuet lila luum.

In der Kapelle des heil. Ludovici Gonzaga, welche der Familie Lancelotti vierzigtau-send Scudi gekostet haben soll, sind trefflich schöne gewundene Seule» von Vereis amic» auseinem Stücke mit Laubwerke von vergütetem Metalle zu sehen. An der auf dem Altaregleichsam in Entzückung liegenden Statue des Heiligen aus weißem Marmor hat Pierre leGros ein Meisterstück bewiesen.

Das in dieser Kirche befindliche marmorne Grabmaal des Pabstes Gregorius desfünfzehnten giebt denen, womit die St. Peterskirche pranget, nichts nach. Das vollemdazu hat P. Bonanni verfertiget, .Le Gros die Statue des Pabstes, und Vinacci die übri-gen Zierrathen von vergütetem Metalle, welche zu dem Himmel oder vnis, unter welchemder Pabst sitzt, gehören. Der Sarg, worinnen der pabstliche Leichnam liegt, ist aus einemeinzigen großen Stücke Veräe amico; und steht unter demselben, in eben diesem Monu-ment, der etwas kleinere Sarg seines Brudernfohnes des Kardinals Ludovisii aus einem ein-zigen Stücke Porphyr.

Der Hauptaltar dieser Kirche ist perspektivisch vom Pozzo gemalet, und hat man nun-mehr an vielen Orten die Stücke der besten Maler aufgestellet, an statt daß sie noch im vo-rigen Jahrhunderte, als eine ganz neue Kirche, wenig damit versehen war.

Die Kirche cii 8.vorenro kuori llelle kvlura liegt an dem Wege nach Tivoli, und be-sitzt den Körper des Märtyrers LaurentiuS, welcher unter dem Hauptaltare in einem Sargevon 6rsuito Orientale liegt. Der Pabst Pelagius brachte in nachfolgenden Zeiten denLeichnam des ersten Märtyrers Stephan! von Konstantinopel nach Rom, und legte ihn mitin diesen Sarg, welches dem heil. LaurentiuS so wohl gefiel, daß er dem neuen Gaste in sei-nem Sarge nicht nur freywillig Platz machte, sondern auch die rechte Hand gleichsam zurBewillkommung wunderbarer Weise darboth H. Wer von dem Blut und Fett des gebra-tenen LaurentiuS sehen will, kann hier seine Neugierigkeit oder Andacht stillen. Auf jeder

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,) Dieses, und daß er St. Stephans den Platz Laureim'um insgemein den höflichen Spanierzur rechten Hand eingeräumet, machet, daß man Ms welcher Nation er gewesen zu seyn geglaubt

wird)

Aenderung,so in der

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zu bemerken.

St. Ignatio.

Perspectivi-

scheGemalde

Kostbare Ka-pelle.

Schöne

Statue.

Grab Gre-gorius desfünfzehnten.

8.Imrenrotuori llellekturs.

Höflichkeitdesh.Lauren-tii nach sei-nem Tode.