5lO XU Brief. Relation voll den geistlichen Gebäuden,
Seite der Kirche sieht man einen alten mit mancherley.farbigen Steinen eingelegten Predigt.kMkones. stuhl oder Xwboiwm, und auch sonst hin und wieder in der Kirche dergleichen Arbeit. Manzahlet darinnen sechs und vierzig schöne Seulen, theils von Ormckro, theils von griechischemMarmor, die ehemals im 'Tempi o Xlnnis gestanden sind. Der gleichfalls marmorne Him-mel oder kkilclacclimo des Hauptaltars ruhet auf vier Porphyrseulen, und der Altar selbstwird itzt mit neuer Bildhauerarbeit gezieret. Man findet hier zween alte marmorne Särge,davon der eine, welcher Vogel, Früchte und Weintrauben vorstellet, nun hinter den AltarGrab der gesetzt worden, um dem neuen Taufsteine Platz zu machen. Zur Rechten "des HauptaltarsMutter Joh. stlstne Denkmaal Iosephi Rondinini zu sehen. Linker Hand dieses Altars liest man-darclazi. auf einem Grabsteine:
dlubili Anuoe Xlalleviller TotliarinAN, gueo 6!imii so. fl-wclssiun lcotum uti no-hilitste ita eruäitiono clarillimum seouta l^omam pio vixit et obüt oälngengria at-c^ue bic sepulta tuit ouno 8al. XlOLXXVIII. stie VI. I6us Xiartias. (^liLgrris Ie«lzilli apprccare.
^stscombE. Aus der Kirche geht man durch eine Treppe hinunter in die Lstacomba» (*). In
Steiiywom.tSacristey zeiget man einen Stein von orientalischem Achat, so einer von denen gewesen^steMiat" soll, womit Stephanus gesteiniget worden.
worden. 8. l-orcnro in Vucina, so auf dem alten Platze des Tempels der Juno gebauet ist, hat
8. l.orenro in schöne Gemälde, unter welchen die Kreuzigung Christi auf dem Haupkaltare insbesondere zul^ucing. bemerken ist. Der berühmte französische Maler Nik. Poussrn, welcher im Jahre r66; imGrab des bc-„nd siebenzigsten Jahre seines Alters zu Rom gestorben, liegt allhier begraben, und
Malers" Bellorius hat sein Andenken mit folgenden schönen Versen beehret:
PousslN- starce piis lucipinis, vivit?ullün,s in Vlnr,,
Vivere gui elecierat, neiciu? iple mori.
Tlio tainen iplo lilet; li vis anäirs lvgncnteni,
XliruiN eil, in kaonüs vieit öe elocznitur.
8. i^uiZi -le' An der Kirche 8. HiAi äe' Trunceli sieht man ein treffliches Portal, und innerhalb der-r-'rancell. seihe,, viele kostbare Gemälde,. sonderlich in der andern Kapelle zur rechten Hand, woselbstetliche Stücke vom Guido Rheni und Domenichino stehen. Die Himmelfahrt Maria aufKardinals dem'Hauptaltare hat der Venetianer Fraiicesco Baffano gemalet. Unter vielen hier begra--l'Oilirr, und benen Franzosen befindet sich der Kardinal ä'Ostät und HenriLUZ In Oronge, Xlargni;des ck Arguion, Vater der Königinn in Polen, Maria Casimira, welcher im Jahre 1707 ver-
storben ist.
8. I.acg iu 8. Xlartiim liegt am Lampo Vacciuo, und ist von einem sehr schönen ves-sein, welches der berühmte Maler und Baumeister Pietro di Cortona angegeben hat. Ehe-mals
cl' ^rguisn.8. b.ucs in8. lVlgrttns.
wird') neimet. Es ist aber Laurentius nicht dereinzige Heilige, so nach feinem Tode noch Kom-plimenten gemachct hat, sondern der Leichnamdes Kaiser Heinrichs des zweyten hat gleicheEhrerbiethung dem ankommenden Körper seinerverstorbenen Gemahlinn der h. Kunigunda zuDamberg erwiesen: wiewohl er sich hiezu nocherst durch eine himmlische Stimme vermahnenlassen. Die Bayern und Franken mögen untereinander noch ausmachen, ob Ueuricus üuiLlus
der höfliche Franke oder der höfliche Bayer zubenennen sey.
/>) Dieser ist durch
seinen Lupkoi'Mloiiciii, Iconeni ^nimorum, ,-Vr-ßenillem und etliche Controversschriften in dergelehrten Welt bekannt genug. Er starb zuRom im Jahre i6ri, und ist in der Kirche St.Onuphrii begraben.
(*) Mit dem Namen derCatacomben werdendie unterirdischen Grüfte und Gewölber oele-
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