Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
945
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von der Stadt Bologna. 94Z

Dorfe Trenke und zwischen den zwo Städten Beziers und Narbone liegt, saget: )'al vü

ck'une moutaAue Vrents 6 c cieux villez.

Nahe hiebey steht ein anderer viereckigter Thörin, dessen Nainen (Elenäa etliche von Hangenderdemjenigen, der die Unkosten aus Neid gegen den! abgedachten Gerh. Asinelli dazu hergege- Thurm 6->ri-ben, andere aber von dem Baumeister dieses Werkes herleiten. Seine Höhe ist anißt nur kenä».von hundert und dreyßig Fußen, soll sich aber ehemals viel weiter erstrecket haben, ehe seineFundamente gewichen, und ein großer Theil entweder herabgefallen oder abgenommen wer-den müssen. Wenigstens steht dieser Thurm noch heut zu Tage so krumm, daß ein Per-pendikel, welcher von der Seite seiner Sinkung herabgelassen wird, sieben völlige Fuß vonseinem Fundamente abweicht. Es ist abgeschmackt, wenn man vorgiebt, das Werk sey mitFleiß auf diese Art angeleget, weil es eine große Thorheit gewesen seyn würde, so viele Un-kosten anzuwenden, um zu zeigen, daß auch ein Thurm abhängig gebauet werden könne, in-dem dieser Saß mit leichterer Mühe nur mit den Steinen eines Bretspieles oder auf tausendandere Arten hätte erwiesen werden können, und keine große Kunst zu Aufführung eines sol-chen Werkes ersodert wird. Es ist aber dieses nicht der einzige schiefe Thurm in Italien,

« sondern man findet dergleichen auch zu Pisa, Ravenna, Mantua und an der Kirche St. Ma-ria Zobenica zu Venedig.

Der Thurm Garisenda ist oben ganz zugedeckt: der Rath hat den Schlüssel zu seinemEingänge, und läßt nicht gerne jemanden hinauf; woraus abermals erhellet, daß man sich aufdie angerühmte Baukunst nicht allzusehr verlasse, und das Werk, so viel es nur möglich ist,nicht beunruhige. Sowohl an diesem Thurme als an dein Asinelli, sind auf allen SeitenLöcher sechs bis sieben Fuß übereinander in der Mauer zu sehen, welche bey der Ausbesserungzum Gerüste nöthig sind, und nicht ausgefüllet werden.

Der Pallast, worinnen der Ikarus nebst dem Vice-l.eAAto, dem 6ouka!ouiere und Pallast dessehr vielen andern obrigkeitlichen Personen wohnet, auch alle Collegia sich versammlen, liegt Legat«»,an dem großen Marktplätze und ist zweyhundert und achtzehn gemeine Schritte lang. Dieitalienische Reisebeschreibung, so unter dem Namen äs herausgekommen, giebt diesemGebäude eine kacciata von tausend vierhundert und zwanzig Fuß; allein da dieses Buch mitvielen hundert groben Unwahrheiten angefüllet ist, so hat man »richt besondere Ursache, sichüber diesen Fehltritt zu verwurrdern.

Ueber dein Eingänge steht die metallene Status des Pabstes Gregoriuö des dreyzehn- Statue Tre-ten, eines Bolognesers, welche eilftausend dreyhundert Pfunde wiegt. Sie ist vom Alexan- gorius desdro Mingantk, und wird wegen ihrer guten Arbeit sehr hoch geachtet. Linker Hand (in An- ^eyzehnten.sehung desjenigen, der in das Thor gehen will) findet sich die Statue des Pabstes Bonifa- aHten.cius des achten. ^

Wegen der Zusammenkunft des Kaiser Karls des fünften und des Pabstes Clemens Denkmaaldes siebenten, wobey sich Karl der fünfte im Jahre izzo von dein Pabste krönen lassen,, liest der Krönungman allhier folgende Jnscription in Kupfer eingegraben: Karls des

ck.LkALN8 VII. kOND. Xl^X. fünfte»,

liatum kormaret, cum Sarolo V. Imper. Louoni« conAroß-lu; eli: lu -lianc Istrbem L^lar dloa. Xovemb. a Llnliii Xllitali 1529 iiNroüt, proDempil koi'iöus cle Xlore kont. kckax. alloravit, Ichis dortatus conkilio cuin reliitutom kAecklolaui avitum keAnum krsucilco 8kortia ac Veuetls ?aco 6.Na cuuÄT Italicotium ac tranguillitatein tiiu optatam rcäciiölllet, Imperii corouam lioc pompL or-6üre acce^It. kenoüra liscc sä äextram 5uit korta krXtoria, es ZrcssuL Lrelör per

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