Band 
[Zweyte Abtheilung.]
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946
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946 I-XV. Brief. Relation

Kontern lubliciuni in welei^ O. ketronii cle^uäius, Lncris rite pemcslls a ?ont. Ivlax.^uream Loronnln lwperii creterague iilliAilia accepit; ioelc cuiw co triuillpllans, ex-orcitu ornalilHiuo pr^eonkc uibein perlullravit. Lum ambo in coäem krsetoric»totain h^emeili conjemökiss. clc siunma elcliöLr-mtes egilleut, Loelar poll selum acl-venluni diente V. in Ocrlilaniaill ack tumultus iinplormii civium ?eägn6o8 «KLelluni1'urcicmn cum ^ercliuanäo be-ltee kgunonire Ke^o :>p^r:mciunl proseökus ell. klu-;u8 rei inonumentmn boc Imiocentio Libo Larcl. I^e^ato riuckore, hiherto 6ambarshchbis ?rws. rekercnle, 8. k. l^8. extare voluit.

^ou. Nov. A 1 OXXX.

Wie weit sich Diese Jnscription meldet, daß Karl der fünfte den Pabst beym Eingänge der KircheKarl der auf gewöhnliche Art verehret habe, ohne hinbeyzufügen, worinnen solche Verehrung bestan-fünfte vor den habe. Nach Jovii, Masenii und der Lrundsbergischen Historie Berichte hat deraedem tb^ Kaiser dem Pabste vie Füße geküßt; nach Burner Erzählung aber (l^iü. Kef. Angl. lib.gek habe. ° 2 , p. ?o) hat der Pabst, welchen die in Deutschland angefangene Reformation vielleicht höf-licher gemacht hatte, den Fuß zurück gezogen, und dafür Karin den fünften umhalset. We-nigstens meldet Jovius, daß der Pabst auch nach vollbrachter Krönung aus sonderbarerBescheidenheit nicht verstatten wollen, daß der Kaiser ihm den Steigbügel gehalten hatte,welches vermuthlich auch des Kaisers Ernst nicht mag gewesen seyn, als welcher eine starkeArmee mit sich führete, und Clemens dem siebenten schon gezeiget hatte, daß sein kindlicherGehorsam gegen den h. Vater seine Gränzen haben könne, wenn man ihm etwas ungereim-tes anmuthen würde (*). Selbst in Bologna drang Karl der fünfte in einer öffentlichenVersammlung der Kardinäle und des Pabsteö auf ein freyes Concilium; und als der Pabstdem kaiserlichen Kanzler, der deswegen eine wohlgeseHte lateinische Oration anfing, mit fol-genden Worten in die Rede siel: ^uars 1u mikü lic contraäicere suäes <K äominmn con-tra me incitas? nahm Karl der fünfte das Wort und vollführte in lateinischer Sprache, waser dem Kanzler zu sprechen aufgetragen hatte s).

Ehemaliger Nichts ist hochmüthiger, als daß die sogenannten 8ervi 8ervorum ü) vermittelst derHochmuth verlangten Haltung des Steigbügels sich von römischen Kaisern nicht anders haben bedienender Pavste. lassen, als wann diese des heiligen Stuhls Stallknechte wären.

Anfänglich mochten die großen Herren theils aus Gefälligkeit, theils aus blindem Re-ligioneeifer sich zu solcher ihnen in der That unanständigen Verrichtung haben verleiten las-sen;

(*) Mußte es doch der Pabst geschehen lassen,daß Karl der fünfte die ihm vorgelegte Eides-formel nicht anders als mit starker Einschrän-kung und mit ausdrücklichem Vorbehalte allerKeichsrechce abzulegen sich entschließen wollte.Die Krönung selbst geschah an zwecnen verschiede-nen Tage», indem die römische der lvngobardi-schen folgete. Gmcciardinus und Irwins ha-ben die Ursachen untersuchet, warum die StadtBologna, und nicht Rom, zu dieser feyerlichenHandlung erwählet worden. Man lese

-erziel?!', cle cluylici corvnstisne La-roli V scl Lononisin, Lslll. 1574, 4.

«) S. Müllers Historie der Uebergebimg derAugspurgischen Conftßion a. d. 40p S.

ä) Zervicrant lilll Koma cliu Oowiiü Ooml-noruiu

8ervoruin 8er vi tunk 1"ibi nunc Ooinini.V88LN. cle tllirik. Lcclesi 8nccetk. 8tst.r) Vicl. üclriLni IV. N8. ex Loäice Van-cano gp. L-ekonivxi Uom. XII, scl snn. uz;,

n. vm, x. 40;, woselbst die letzten Worte lau-ten: Kex kricicricus ^rsccellit Jligusntulum, <LÄ^proying«l>nte tentorio llegir, yer slignrvisul trsnllens ciellenclit, 6c occurren8 llex ei,gusntum jzclli; ell la^iciis, in contheslci exerci-tus oAec/M- ft-'s/or,- rc.'MH 7V^777M 7LVd/77'.

T'uin vcro kvntifex eunäem lle^eill oll ^>2cisvkcliluw prüuo rccexit.