Merfeburg, Jena, Weymar, Erfurt, Gotha und Coburg. iz6i
stadt, eine Stunde von Rodach unter mancherley andern Muscheln auch schöne blautili.
Wa6 die blarurali? und Uetrekacika der Coburgischen Gegend anlanget, so werden zu Grube bey Coburg.am Forste gute Steinkohlen gegraben, bey Fechheim sammlet man versteinerte Lonclms, LUa-niitr>5 und Lornna bey lauter l' eillines, Lornua tämnioüir und allerley Loncbu-
Is8 einzeln und in maßn beysammen; bey Garnstädt drey Stunden von Coburg gegen Cro-nach hin, Ilelemniws und allerley Muschelwerk; bey Unker-Siemau petristcirtes Holz, beySonnenberg kAc>rocbtc>8 oder sehr weiße ventritiis, welche dieses besondere an sich haben, daßwenn sie ins Feuer kommen, die Bäumlein sich nicht vermehren, wie mit den pappenheimi-schen gar leicht und mit den florentinischen endlich auch, obgleich nicht sobald, geschieht.
In Coburg besitzt der Medicus D. Verpoorten ein schönes Kabinet, dessen größten Curiositäten-Theil sein verstorbener Schwiegervater D. Riehm gesammlet hat. D. Albrecht hat auch kabinettc iirvon ketretaAir, minerslibus, insecüis und dergleichen einen ansehnlichen Vorrath, der täg- Coburg.lich zunimmt.
Coburg ist ein artiger Ort, in welchem Handel und Wandel noch einigermaßen blü-het. Das Gymnasium oder LoIIeZium Lalimirianuin hat an dem itzigen GothischenKirchenrathe D. Cyprian vieles verlohren, und ist nicht mehr in dem Russe, worinnen esehedem war (**).
Ich bin - -
Coburg, den iz November,
I7ZO.
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Neunzigstes Schreiben.
Nachricht voll Bareuth und Bamberg.
^"Xon Coburg nach Bamberg sind sechs Meilen in einem angenehmen Thale, worinnendie Jtze fließt; nachdem mich aber einige Verrichtungen nach Bareuth getrieben,so habe ich mir hernach den rauhen Weg über das Gebirge gefallen lassen müssen.
Die Veränderungen, welche seit dreyßig Jahren an dem markgräflichen bareuthi- Bareuth.sehen Hofe vorgegangen, die Umstände, bey des letzten Markgrafen Tode, und einige anderehier vorgefallene Geschichte sind meinem Herrn bekannt genug, und muß man hoffen, daßdas Land unter der itzigen Regierung zu seiner ehemaligen Wohlfahrt wieder gelangen wer-de. Die Einkünfte desselben erstrecken sich anitzt kaum auf fünfhundert untz funfzigtausend RevenüenGulden, könnten aber um ein großes erhöhet werden, wenn man den Unterthanen Gelegen^ d es Landes,heit und Zeit ließe, sich nur einmal erst wieder zu erholen. Christian-Erlang hat gute Hand-lung,
(**) Die Geschichte dieser berühmten Schule rus im Jahre einige Monate lang in Co-hat Gottfried Ludwig beschrieben. Kaiser bürg aufgehalten hat, so wird das CoburgischeLeopold ertheilte ihr im Jahre 1677 die anfthn- Archiv als eine Schatzkammer von Urkundenliebsten Vorrechte, daß sie in eine Universität angesehen, welche die Reformationsgeschichte amhatte erhoben werden können. Da sich Luthe- besten erläutern können.
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