Band 
[Zweyte Abtheilung.]
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1362
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1362 xe. Brief. Nachricht

Handlung««, lung, und haben die daselbst sich niedergelassene französische Kekses verschiedene Manu--Berawerke sacturen, welche Geld ins Land bringen, aufgerichtet.. Ehemals gaben bis Bergwerke gute^ ' Ausbeute nicht nur an Kupfer und Silber, sondern auch an Golde; eö sind aber die dahin

gerichtete Anstalten nach und nach fast gänzlich ins Stecken gerathen. Indessen wird je-doch zu Würsberg bey Gold-Cronach guter grüner Vitriol verfertiget. In St. Georgen-Porzellan- stadt ist eine Fabrike von braunem und weißem Porzellan, welches häufig in die benachbartesavrike. Provinzen verkaufet wird. Insbesondere hat man daselbst eine Erfindung, das Silber undGold in das braune Porzellan so wohl einzubrennen, daß es beständig darinnen bleibt, undbezahlet man die Garnitur von einem halben Dutzend Tassen und Schalen, bey welchen sicheine kleine Thekanne, ein Spülnapf, eine Zuckertasse und eine Theebüchse befindet, mit zwan-Mühle für zig Thalern. Zu Polirung des Marmors, welchen man von allerley Farben in diesemMarmor. Lande findet, hat man gleichfalls in St. Georgenstadt Anstalten gemacht, und machen sieunter andern Dingen Tobakdosen aus ganz gemeinen gelben und weißlichten Pflasterstei-nen, welche als zarte Lumachella anzusehen sind, und ungefasset etwan zween Gulden kosten.Man arbeitet an einer neuerfundenen Maschine, welche durch Pferde oder ins Zuchthausverurtheilte Leute getrieben wird, und zugleich achtzehn bis zwanzig Gefäße aus MarmorFruchtbar- von verschiedenen Formen poliret. Das Land hat alles, was zur menschlichen Nahrungkeir des Lan- und Nothdurft nöthig ist, den guten Weinwachö ausgenommen. Das Wildpret ist in gröö-Les. strer Menge, als den Unterthanen lieb ist. Unter den Flußfischen, welche von allerley Ar-

ten und im Ueberfluffe gefangen werden, sind die Forellen und Maynkarpen obenan zu se-tzen. Es sind auch zween herrschaftliche Seen oder große Weyher, wie sie hier zu Landegenennet werden, welche mit Hechten und Karpen besetzet und wechselöweise ein Jahr umBrandenbur- das andere abgezogen werden. Der eine ist der Neustadter, der andere der Brandenbur-ger Ses. gxx Weyher. Der letztere liegt nur eine Vierthelstunde von Bareuth, und hat dem vorigenHerrn Markgrafen zu Anlegung des Schlosses und der Stadt St. Georgenstadt Gelegen-heit gegeben. Er läuft nicht gänzlich ab und fischet man jedesmal (eines in das andere ge-rechnet) ungefähr hundert und achtzig Zentner Fische darauf. Eigentlich sollte dieser See. fünfzehn hundert Acker oder Tagwerke Landes überschwemmen, er ergießt sich aber kaumüber acht hundert bis tausend und verwächst an vielen Orten, welches nothwendig zu vielenschaft der schlimmen und ungesunden Ausdünstungen Anlaß geben muß. Ich habe meinem HerrnStadt Ba- von Ambras berichtet, was die Verabsaumung eines solchen Sees daselbst für üble Folge-reitth schad- rung in Ansehung der bösen Luft nach sich gezogen hak, und vielleicht sind die vielen Fieber,lich ist? so jährlich in Bareuth regieren, vornehmlich der Nachbarschaft des nicht allzuwohl unter-haltenen Sees zuzuschreiben. Noch zu Anfange dieses Jahrhunderts und vorher regieretenalle Jahre in Stutgard so schlimme und anhaltende Fieber, daß die Aerzte genug damit zuthun hatten; nachdem man aber aus andern als medicinischen Absichten einen nahe an derStadtmauer gegen Morgen gelegenen großen Teich ausgetrocknet, sind dergleichen Fieberin Stutgard viel seltener und weniger gefährlich worden, dergestalt, daß man von dieserStadt vollkommen sagen kann, was rmnivs lib. XVII, c. 4 vonPhilippis schreibt: ^cs ctt/rrn--«/ccatL ^ro EtE't ece/r Es sind noch zween Seen oder

große Teiche bey Stutgard, deren Auötrocknung der Stadt in Ansehung der gesunden Luftkeinen geringen Vortheil bringen würden.

Von

(*) So wie der Fichtelberg in der Größe dem mit diesem in gleichem Russe. Man glaubt vonBrocken «m nächsten kömmt, so steht er auch beyden, daß sie Behältnisse von unerschöpflichen

Reich-