i. Anhang. 1517
Zwey hundert und sechszkg Ruthen von dannen scheiden sich die Wege bey einer Kapel-ke (7). Der Kirchzarter hält die rechte Hand, der von St. Peter und der Wagensteig aber,so nach Villingen führet, lenket sich nach der linken Hand. Längst diesem letztgemcldten We-ge kann man allezeit escadronweise bey zwey hundert und drey und dreyßig Ruthen lang fort-kommen, bis an eine Hecke (9) zur Linken des Weges, welche man aber vermeiden kann,wenn man linker Hand zu Ende dieser Hecke gegen das Gebirge sich in die Wiesen wendet,in welchen man bis an das Dorf Wihler, so aus fünf Häusern und einer Kapelle besteht,anrücken kann. Durch dieses Dorf geht der Weg von St. Peters Abtey nach Villingenund ist solcher der bequemste für die Wagen, ob er gleich eine Stunde um und weiter alsder wagensteiger Weg ist, auch diese Beschwerlichkeit hat, daß von den Bergen bis an dieAbtey und solchergestalt eine starke Stunde lang, derselbe so enge ist, daß an den meisten Oer-tern nur zween Reuter neben einander fortkommen können. Von Wihler marschiret manallezeit escadronweise bis zum Anfange des gedachten vestis (2), welches eine halbe Stundevom Dorfe entfernet ist. Von diesem Wege wird ein mehrers gemeldet werden, wenn vonden Wagensteiger erst Nachricht gegeben worden.
Der Weg nach Kirchzarten geht rechter Hand drey hundert und dreyßig Ruthen langdurch Buschwerk und Hecken, aus welchen man sich linker Hand in die Wiesen schlagen kann,um aus dem engen Wege und Holze zu konunen. Das Dorf Kirchzarten ist eine Stundevon Ebnet entfernet.
Von der Hecke Num. (9) geht man gerade aus bis an eine Kapelle (ic>), von welcher,auf der linken Hand ein einzelnes Haus auf acht und vierzig Ruthen entfernt ist. Einekleine halbe Stunde von dieser letzten Kapelle (io) theilen sich die Wege. Derjenige, so nachder Wagensteig (n) führet, hält die rechte Hand, die Straße nach Willer und St. Peteraber wendet sich kurz um nach der Linken. In dieser ganzen Weite ist der Weg sehr gut,und können auf dessen beyden Seiten vier bis fünf Escadronen neben einander fort-kommen.
Hundert und fünfzig Ruthen von der Wegfcheide (n) finden sich auf der linken Hand' des We?es zwey Häuser, von welchen noch zwey und fünfzig Ruthen sind bis auf den Platz,da ein Weg nach Willer querüber läuft. Die Breite der Gegend ist bey neun hundertbis tausend Ruthen in Aeckern und Wiesen, woselbst die Armee nach Gefallen ihr Lagerschlagen kann.
Diese Ebene währet eine Vierkhelstuntze, und bleibt der Weg nach dem Thale vortWaqensteig darinnen, bis -die Berge linker Hand anheben, und ein Weg von Willer sichmit dem wagensteigischen vereiniget. Es trifft daselbst auch ein Weg von Kirchzarten (12)ein, und der Fluß, welchen man bisher allezeit rechter Hand gelassen, nähert sich auf siebenbis acht Ruthen.
Hundert und sechszig Ruthen fernerhin liegt das Dorf Burg, so aus zwölf bis fünf-zehn Häusern besteht. Dritten durch dasselbe nimmt der Fluß seinen Lauf und begiebt mansich vermittelst einer Brücke (iz) von der linke» Hand auf seine rechte Seite. Burg istdrey kleine Stunden von Ebnet entfernet.
Hundert und fünfzig Ruthen von der Burg findet sich linker Hand (14) ein Weg nachSt. Peter, welcher den Wagensteiger zur Rechten laßt, und durch ein Thal nach der Abteyführet. Auf demselben aber kann man nur zu Fuße fortkommen.