Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1524
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IL24 I. Anhang.

Umweg nimmt. Dieses letztgenannte Städtchen gehöret dem Grafen von Fürstenberg,in dessen Gebiethe die Donau ihren Ursprung hak. Von Doneschingen bis Villingen sinddrittehalb Stunden in einer schönen Ebene und kann dieser Weg sehr gute Dienste rhun,im Falle obgedachte gerade Straße durch ein Retranchement oder andere Hinderniß abge-schnitten seyn sollte.

Wenn man aus Ferenbach durch das villinger Thor gekommen, folget man dem Ba-che bis hundert und sechszig Ruthen über den Ort, wo die Wege sich scheiden (68) undder villinger Weg linker Hand an einem Hügel fortgeht, der doneschinger aber am Ba-che bleibt.

Neunzig Ruthen von der itztgemeldten Wegscheidung ist ein Kreuz rechter Hand desWeges, welcher den Hügel begleitet und sehr enge ist, wobey jedoch die Truppen auf demHügel mehr Platz finden, und insbesondere das Fußvolk linker Hand des Weges sich aus-breiten kann, um die Höhe des Berges zu erreichen.

Zwey hundert Ruthen von bannen zeiget sich rechter Hand ein Kreuz (70) und derWeg theilet sich. Derjenige, so sich nach der linken Hand lenket, führet nach Villingen,der andere ist nur ein Holzweg, vermittelst dessen man nach einem im Walde gelegenenDorfe kömmt.

Zwanzig Ruthen von diesem Kreuze steht zur Linken des Weges eine Kapelle (71),und von solchem Orte fängt der Berg an steil zu werden. Bis auf seinen Gipfel sinddrey hundert Ruthen, und können die Kriegsvölker zur Rechten und Linken fortkommen,auch die wenige Hecken, welche man allhier antrifft, solches nicht hindern. Aus der Höhedes Berges (72) geht eine Ebene an, in welcher man sich zum Marsche durch das Holz,welches hundert Ruthen von dannen, nämlich von (72) bey einem Kreuze seinen Anfangnimmt, bereit machen kann.

Sieben hundert und ein und zwanzig Ruthen von diesem Kreuze beym Eingänge desWaldes, trifft man ein Retranchement (7z) an, so der Seite von der Stadt entgegen ange-legt ist. Die Bauern der umliegenden Dörfer haben solches erst in den letzten Kriegen, umsich wider die Streifereyen der kaiserlichen Truppen, die bey Villingen ihr Lager hatten, inSicherheit zu setzen, aufgeworfen, und besteht es nur aus Erde und Holz, dergestalt daßes keine Mühe kostet, sich davon Meister zu machen, widrigenfalls man ein beschwerlichesDebile zu paßiren haben müßte.

Vor und hincer dem Retranchement ist der Weg zwanzig bis dreyßig Ruthen breit.Das viele Buschwerk verhindert die Reuterey sich iu Linien auszubreiten, das Fußvolk aberkann allenthalben fortkommen.

Sieben hundert und vier und vierzig Ruthen von der Verschanzung ist linker Handdes Weges ein Kreuz (74), und sechszehn hundert Ruthen oder fünf Achttheilstunden vonsolchem Kreuze kömmt man aus dem Walde, da man dann Villingen (75), so nur noch dreyViertelstunden entfernet ist, vor sich liegen sieht.

Drey hundert und neunzig Ruthen vom Holze findet sich ein Defile an einem Bache,so zur Rechten deö Weges einen See machet. Diese Enge will nicht viel sagen, und kannman sie vermeiden, wenn man beym Ende des Holzes sich linker Hand halt, und längst einerWiese über einen kleinen Hügel in die Ebene rücket.