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Anhang. 152z
Vier hundert und achtzig Ruthen von gedachtem Bache hält der See (77) zur Rech-ten des Weges immer an, jedoch bleibt zwischen beyden eine Weite von zwey hundert undvierzig Ruthen. Die Ebene, so sich von hier bis an die Stadt erstrecket, ist sehr schön, undweil weder Hecken noch andere Hindernisse im Wege stehen, so kann man allezeit in Schlacht-ordnung anrücken.
Vier hundert Ruthen von bannen vereiniget sich der straßburger Weg (78), und derSee rechter Hand ist allhier zwey hundert und achtzig Ruthen entfernet.
Hundert und neun und achtzig Ruthen fernerhin fängt ein Hügel an, der höher alsdie Stadt liegt, und bis auf zwölf Ruthen an den Graben reichet. Diese Höhe hat eineLänge von drey hundert und vierzig und in der Mitte eine Breite von hundert Ruthen.Die beyden Enden sind ungefähr zwanzig Ruthen breit, und läuft sonderlich das Ecke gegendie Stadt gar spitzig zu. Dieser Hügel hat keinen höhern um sich, und der nächstgelegeneist sieben bis acht hundert Ruthen entfernet. Auf beyden Seiten (80, 81) sind Felder undWiesen. Rechter Hand fließt ein Bach, so aus dem See kömmt, und sich unter der Stadtin den Strom ergießt. Auf dieser Höhe könnte man zur Vertheidigung der Stadt einigeBefestigungswerke anlegen. Villingen liegt in einer fruchtbaren Gegend, so von dem klei-nen Flusse Briga bewässert wird. Ihre Befestigung ist von keiner Wichtigkeit, ob siegleich mit einem doppelten Graben, (davon jedoch der erste an den meisten Orten nur siebenbis neun Ruthen in der Breite hat) umgeben ist. Dieser äußerste Graben ist mit sechskleinen Thürmen besetzet, welche aber nur die Thore bedecken und keinesweges im Standesind, den Graben zu beschützen. Die größte Tiefe des Wassers, so den ganzen Platz umgiebt,ist von fünf bis sechs Fußen, an den meisten Orten aber nur von zween. Zwischen den bey-den Gräben (8z) ist eine Mauer, die zwölf Fuß hoch und nur zween dick ist. An dieserMauer stehen die gemeldten Thürme, und dienet sie an statt eines bedeckten Weges, um desäußersten Graben zu vertheidigen, ob sie gleich keine andere blaues als die Thürme von denStadtthoren hat. Der Raum zwischen beyden Gräben ist zwo Ruthen breit, man kannsich aber keiner Canonen daselbst bedienen, weil die Schießscharten nur für die Musketen ge-macht sind. Für einen ordentlichen bedeckten Weg würde der Raum allzusehr eingeschrän-ket seyn.
Zwischen diesem bedeckten Wege und der Stadt ist der andere Graben, so zwölf Ru-then in der Breite und gar kein Wasser hat, dergestalt, daß er zu Gärten gebrauchet wird.Er hat gar keine Verthyzdigungöwerke, und können ihm die Thürme, weil sie ohne blauessind, nichts helfen.
Die Stadtmauer (85) ist nur dritthalb Fuß dick, und innen herum mit einem hölzer-nen Gange, der aber ganz verfällt, versehen. Die Schießscharten sind nur für Musketen,und die ganze Mauer, so zur Vertheidigung der Stadt wenig oder nichts beytragt, innen amGraben ekwan acht und zwanzig Fuß hoch.
Die Stadt hat vier Thore und bey jedem einen viereckigten Thurm, dessen vordersteSeite vier Ruthen hat. Man kann etliche Canonen darauf pflanzen, den Graben aber inErmangelung der blaues keinesweges davon vertheidigen. Außer diesen vier Thoren istnoch ein fünftes, der abgedachten Höhe (79), welche die Stadt beschießen kann, gerade ge-genüber. Auf dem zu diesem Thore gehörigen Thurme stehen zwey Stücke Geschützes; und
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