Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1541
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-er schwedischen Krongüter. 1541

7) Fodert die Rechnung der Postcaffen, welche etliche ?srticulier8 genossen.

8) Jmprobiret, daß man die Freyheiten der adelichen Höfe extendiret und dadurch dieJntraden der Krone verringert, auch so viele Edelleute (deren mit alten und neuenlaut der Matricul bey tausend Familien sind) gemachet.

Diese acht Puncte sind der erste Theil der großen Commißion und betreffen die An-wendung der Reichsintraden und Güter.

Der andere Theil der Commißion und Anmerkungen geht die Regimentsführung anund der Kronmittel unverantwortliche Ausgaben, wodurch/ wie die Worte lauten, das Reichgraviret worden und von seinen Kräften gekommen; die Schuld davon wird gegeben.

- A) Auf die Erhöhung des Staats, der doch billig hätte retranchiret werden sollen, wassowohl die Hofbediente als die Hofgerkchte, die Miliz, Admiralität, Kanzley, Kammer-Berg- und Commercien-LolleAlum, imgleichen auch den Landstaat anlanget.

L) Auf die «) Dienst- und Lehenverhöhukgen, /Z) Pensionen und Gratialen, </) Dona-tionen in Geld und Geldes Werth, ^) Begräbnisse, e) Hochzeithülfe, Ranzionen,y) Unkosten auf »»nöthige Commißionen, A) Ambassaden, /) Verehrungen an Frem-de, x) Abschiedsgelder und X) was über des einen und andern Deputat gegeben wor-den, welches etliche Millionen auSgetragen haben, dem Reiche aber zur unerträglichenLast gekoinmen seyn soll.

6) Daß die Regierung und der Rath größere Posten bewilliget und bezahlet, als sie dieKammer liquidirek hatte.

v) Daß Geldposten, welche, (wie die Commißion saget) auf Millionen steigen, negocii-ret und aufgenommen worden, womit man den ordinairen Staat bezahlet, wenn dieordentlichen Einkünfte, die man anders wohin verwendet, nicht zugereichet.

L) Auf den bremischen Krieg, welcher in des Königes Minorennität nicht hätte sollen re-soldiret werden, und dessen Unkosten (wie in den Anmerkungen gemeldet wird) sich aufneunzehn Tonnen Goldes Reichsthaler belaufen.

k) Das kailillcmeiu der alten kringne, welche als ein s-rsrinm publicum und IdeZni zuconserviren, man allen möglichsten Fleiß hätte anwenden sollen.

Der dritte und letzte Theil der Commißion erfodert und will, daß ein jedes Colle-gium seine geführte Administration mit seinen membri; verantworte, welches eine lange Ar-beit geben wird.

Der gewesene Reichskanzler Graf M. G. D. L. G />) saget in seiner mehrgemeldtenSchrift, daß, was ihm weg^i des krLllciii seines LoIloZü zukomme, er eine zulängliche Zeithaben müßte, das Reichsprotocoll, so er halten lassen, und welches allein in den dreyzehnJahren der Minorennität dreyßig Folianten ausmache, durchzusehen. Dieses zusammenbegreift die sogenannte große und geheime Commißion, aus deren Ursachen oder Präteptman alles, was noch Mittel hat, arm zu machen suchet, und wie dadurch diejenigen ihre Ab-sichten erreichen, welche auf eine und andere Familien oder Personen gehabt und

ihnen ihr Vermögen miSgegönnet, so ist doch in ihr selbst diese Commißion von keiner gutenConsequenz, weil sie die Regierungsform und andere kumiamenta lallnis L securikatin pu-bliLL baufällig, die Kräfte des Reichs aber und die Uneinigkeit der Glieder allen Nationensonnenklar vor Augen stellet, und ist nichts weniger';» vermuthen, als daß davon die Kronegroßen Reichthum bekommen, oder die Commißion vor der Welt das Lob einer sonderlichenpolitischen Subtilitat sich zu bereichern, erhalten werden. Löblicher sind die Jnventionen,

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H) Magnus Gabriel de la Gardie.