Band 
[Zweyte Abtheilung.]
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1542
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1542 il. Bedenken über die Reduction

einem Staate solche Einkünfte zu verschaffen, welche einen ewigen Fond haben. HatteGeldstrafen kann man nur einmal einfodern. Der R. A. S. und der Graf N. N. habenjedes schon ungefähr hundert tausend Reichsthaler wegen ein und anderer Beschuldigungenbezahlet, laß die andere Angeklagte und Beschuldigte noch zehn und mehr mal so viel bezah-len, es kann solches karticulicrs ruiniren, aber ein Königreich nicht reich machen nochbey Reichthums erhalten, und auf die letzte soll man noch wohl hören, wer den größten Scha-den davon habe.

Es ist vieles in Schweden vorgegangen, das weder Fremde noch Einheimische lobenkönnen, allein in welchen Landen, da dergleichen Regierungen sind, geht es viel besser zu?und wer will sagen, daß es in Frankreich und letztens in Spanien bester gewesen? darin-nen aber ist die schwedische Administration unglücklicher, daß sie sich muß censiren lasten, dar-über Strafe leiden und sich bey der Welt prostituiren, da das Versehen nirgends so gar großist und allein von übel affectionirten Menschen Nafür ausgeschrieen wird. Anderswo, wennman unrechtmäßiger Weise beschuldiget ist, hat man die Reconvention; allhier aber hat mansie in dieser Sache nicht zulassen wollen, obgleich die Reichövormünder sich gleich darauf be-rufen haben. Wer »»parteyisch ist, sonst Regierungen kennet, und weis, was dazu ge-höret, findet gar wohl, daß viel schlechte Dinge in dieser Commißion mit unterlaufen, undetliche Fragen, Aufsätze und gebrauchte Prätexte wenig gegründet sind. vonmiones, ken-iioner, Äipeiiäia, 6ratiale, kenelwia geben und austheilen, muß seyn r), und kömmt eS nurdarauf an, daß solches an meritirte Leute, und nicht ohne Maaße, geschehe. Nun sind keineKinder, sondern beeidigte Leute bey solchen Regierungen, und nicht zu präsumiren, daß siealle weder Verstand noch Gewissen haben sollen. Die Observationen sind ganz general undpositiv gesetzt, wie auch die Anklagungen, aber warum steht nicht, wo? an wen? wie?wenn? wenn und warum dieses oder jenes geschehen, und ob par miton ä'Lwt, pZr repu-tatiou, par bienleancc ein wenigers oder mehrers geschehen können oder mögen? Von die-sem Vtili und Oecoro aber kann kein Bauer und Priester judiciren, sondern solches gehöretnach Hofe. Die Zeiten sind niemals eine wie die andere, und darum wird auch zu einermehr als zu der andern erfodert, wornach diejenigen ihre öckelurc« nehmen müssen, welcheam Regiment« sitzen, und von welchen zu glauben ist, daß sie gegen Raison und ohne Ueber-legung nicht alles in den Tag hinein thun werden. Wie wollen aber Bauern, Bürger,Priester oder nicht wohl erzogene und gereisete Edelleute vom Staate, von Ambassaden,Commißionen, geheimen Eorrespondenzen (guL in corpore kolitico publicoruin conlrlioruinLnima sunt.) Allianzen, Krieges-und Friedens-Tractaten zu »theilen wissen? Woher kön-nen sie haben, was zum Schiffsbau, Forkification Ammunition und anderer Nothdurft ge-höret? oder thun sie wohl, einen Rath und ehrlichen Mann zurLravation zu bringen, wennSoldaten ranzioniret, oder im Falle sie nicht bleiben wollen, mit Abschiedsgelde im Gutenweggelassen werden? Was die Schweden für Interesse oder damalige Verständniß im rö-mischen Reiche gehabt, die bremische Expedition zu unternehmen, ist nun vergessen, allein daßsie sehr schlechte Haushalter muffen seyn, oder die große Commißion sehr absurde Dingemelde, erhellet daraus, daß sie setzet, es wären zu diesem Kriege neunzehn Tonnen Goldesaufgegangen, nicht erwägende, daß eine Armee von zehn tausend Mann, als diese schwedi-sche seyn sollen und nicht war, mit Generalstab, Artillerie und allem Zubehör das ganze Jahr(nach unserer deutschen Capitulation gerechnet) etwa» bis fünf Tonnen Goldes zu stehen

komme,

r) Am Rande hakte der Herr von püfendorf blies äiu üsre pstett, 6 i» es nec reÄc tsüisHiebey geschrieben: Kec äomui ulla nec keipu- prTlnis e«cnt ulis, ncc peccsti».