Band 
[Zweyte Abtheilung.]
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1543
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der schwedischen Krongüter. 154z

komme, da doch damals diese Leute keine Bezahlung, sondern nur Subsisten; hatten, undder Krieg sehr bald ein Loch bekam. Dergleichen ungegründete Rechnungen, eingebildeteProfite und Revenüen von Tonnen Goldes sollten leichtlich mehr aus den Observationen dergroßen Eommißion angemerket werden köimen, weil es ganz gewiß ist, daß wenn alleMillio-nen, welche die Commißion von der Reichsadministration zurück fodert, und von dieser inwährender Minorennität des Königes sollen veruntreuet worden seyn, zusammen gerechnetwerden, eine solche Summe heraus komme, welche größer ist, als alle Einkünfte des Reichesin zwanzig und mehr Jahren gewesen. Schweden ist aber kein Land, wo Reichthum seynkann, und ist es jederzeit, auch von den allerglückseligsten Zeiten des Königs Gustav des er-sten, her für ein impracticabel Ding gehalten worden, Schähe zu sammlen. Anitzo aber istsolches viel weniger zu hoffen, nachdem die Krone in Schulden fitzet, und das Regiment aufdie Art, als nun geschieht, geführet wird. So lange in Schweden Frieden bleibt, mag sichdieses Werk vielleicht noch hinhalten, wo aber die Krone in einen Krieg geräth, wird sichvieles zeigen, worüber Harpokrates itzt noch den Finger auf den Mund hält, und mag diesewohl eine mit von den secreten Ursachen seyn, warum allhier mit großer Vorsichtigkeit ge-trachtet wird, den Krieg zu verhüten, welchen etliche nicht ungern sehen würden, weil sieden Worten des Tacirus beystimmen: Lrcpe renwciimn uiuus nunulnis süus winultus.Der König incliniret selbst dazu, und die jungen Leute, welche um ihn sind, stärken ihn inder Meynung, daß man, um der Nation erlittene Injurien zu revangiren und ihre 6loirewieder herzustellen, einen neuen und bessern Krieg anfangen müsse, vornehmlich (wie solchesnicht zu leugnen) da man eine solche feine und wohl mundirte Miliz in Schweden auf denBeinen habe, dergleichen vordem (wie man saget) im Reiche mit Augen niemals gesehenworden.

Nach Deutschland wäre wohl das meiste Absehen gerichtet, theils um sich daselbst wie-der considerabel zu machen, theils wieder in das Xrbitrium reruin 6er»ngmcarum, worausdas Reich ziemlich gesetzet worden (und welches nun in England zu seyn scheint) zu kom-men. Hiezu tritt vielleicht die dritte Ursache, die nun auch überall in der Welt bekannt ist,und davon man schreibt: k.cs autrcs narions emreprelioiem les ^aerres, gaanö eile le trou-voism alles riclres, pour er» lupporter Ics clepenccs, mais les Lueciois Ig lailoient, ^usnäils le trouvoicnt panvres pour clevcnir riclies. Der alte SalvittS saget von seinem Va-terland«, wenn es keine Armee noch Krieg hätte, gn'II r»e in/ rettoit plus ckautres perlua-Lonr gue les "bopigues ä'/Vriliote. Ueberhaupt aber ist wahr, gu'uir Zraaä kriliLL cioittousjours etre en Auerre contro ^uelgu'an cle les voilrus pour sZAuerrlr les sujets, les te-nir tousjours er» exercice öt le tenir eu ekat cle n etre point surpris. .

Was von der Schweden guten Armee zu Lande gesagt worden, verhält sich auch so,Lmmaßen die beygelegte Liste k) specificiret, wie stark sie sey, und ist Achtung darauf gegebenworden, die Regimenter weder zu stark noch zu schwach zu rechnen. Denn es sind lauterNational-und Provinz-Regimenter, welche von denselben angeschafft und unterhalten werden,auch hoch auf dem Kriegsstaate stehen und nach der Regierungsform weder verringert nochverhöhet werden können. Es ist diese Armee auch gar schön, weil der König alles was ernur beybringen kann, darauf wendet. Er will, daß die Knechte nicht anders als in eng-lisch Tuch gekleidet seyn sollen. Die Reuter müssen kein anderes als fremdes Gewehr, großeund theure Pferde, brodirte Schabracken und die Officiers nach aäveinmt kostbare Mundi-rung haben. Viele können mit ihrer 6-»Ze nicht auskommen, und gehen darum auch wohlW davon.

/ *ä) Diese Specifikation ist zu Ende dieses Bedenkens beygefüget luk Lgno tz.