28 Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo, Angola, Benguela,
Rämgreich Bahia das Vaccas, oder die Kuhbay, ist nicht sehr groß, aber eine gute Schiffs-Benguela. berge, und geschickt, einige Lastschiffe aufzunehmen. Sie hat ihren Namen von den vielenKuhbay. Heerden Rindvieh, die daherum gefunden werden. Das Land ist eben, und hat einen Ueber-fluß an allerhand Lebensmitteln. Vkan kann auch hier etwas Metall, besonders Silber,haben e),
Barrel saget, es könne ein Schiff sicher in dieser Bay liegen, indem es eine guteKüste wäre; es sey ein guter Ort für Fahrzeuge, die aus Indien nach Hause giengen, sichdaselbst zu erfrischen; und die portugiesischen Carraken giengen oft längst dieser Küste nachder Stadt Loanda, Lebensmittel zu hohlen. Er sehet hinzu, die Bahia das Vaccas werdeauch Bahia de Torre von einem Felsen genannt, der wie ein Thurm darinnen steht /).
St. Philipp Zu Lopez und Barrels Zeiten war keine Stadt oder Wohnung an dieser Bay.oder Stadt Nach der Zeit aber haben die Portugiesen einen Flecken daselbst an der Nordseite gebauet,Dengmla. ihn Sän Felipe oder Sr. Philipp von Benguela, wie auch L 77 eu-Benguela genannt,um ihn von Alt-Benguela zu unterscheiden, welches näher an dem nördlichen Gestade die-ses Landes liegt, zwischen Port Guco und dem Flusse Longe» oder Moreno. Carli,der im Jahre 1666 hier war, saget, es sey ein portugiesischer Statthalter und eine portu-giesische Besatzung in der Stadt Benguela. Er setzet hinzu, sie hätten ungefähr zweyhun-dert weiße Einwohner und eine Menge Schwarze. Die Häuser wären von Lehm undStrohe gebauet, und die Kirche und das Fort von keinen bessern Materialien F).DieEinwoh- Nach Battels Anzeige werden die Leute nahe bey dem Bahia das Vaccas oder demr. Torres, Endall Amdondos genannt ^), und haben keine Regierung, daß ihnen alsodiejenigen, die mit ihnen handeln, nicht trauen dürfen. Sie sind einfältig und so zaghaft,daß dreyßig oder vierzig Mann kühn ins Land hinein gehen und ganze Heerden Vieh herabbringen können. Man kaufet solche für blaue Glasknöpfchen einen Zoll lang, N 7 epimdesgenannt und giebt fünfzehn Knöpfe für eine Kuh.
Die Mannspersonen tragen Häute mitten um ihren Leib und Knöpfchen um ihrenHals. Sie führen Wurfspieße von Eisen und bedienen sich der Bogen und Pfeile. Sie lebenauf eine viehische Art; denn sie haben Männer in Weiberkleidung, die sie unter ihren Wei-bern halten. Die Weiber tragen um ihren Hals einen kupfernen Ring, welcher wenig-stens fünfzehn Pfund wiegt, mit kleinen kupfernen Armbändern um ihren Arm, die bis anden Ellbogen gehen. Um ihre Lenden haben sie einen Zeug, der aus dem Jnsandiebaumgemacht und weder gesponnen noch gewebt ist; und an ihren Füßen kupferne Ringe, dieihnen bis auf die Waden gehen.
Die Provinz, zu der dieser Kreis gehöret, heißt Dombe und hat eine Reihe vonhohen Gerras oder Bergen, die sich von denen von Kambamba erstrecken, woselbst Berg-werke sind. Diese liegen längst der Küste Süd und West und haben viel feines Kupfer, wenndie Eingebohrnen sie bearbeiten wollten: allein sie nehmen nicht mehr daraus, als ihnenzur Zierde dienet r ).
Stadr Ka- Dieser Verfasser reiste durch ein großes Stück von Benguela, wie bereits angemerketschil- worden ä) und sah viele von ihren Flecken, worunter AasiHil der vornehmste war. Die-ser
pi'gafetta a d. rc> Seite. Diese scheinen ein Zweig von den Ambon-
Purckas Pilgrimme H Band a. d> 97z S. dos oder Abondors zu seyn, welche EinwohnerF) Larlr am angef. Orte a. d. 56c- S. von Angola sind.