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Fünfter Band.
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und den angrenzenden Landern. XII Buch V Cap. 29

ser Ort, saget er, ist sehr groß, und dergestalt mit Alikondiebäumen, Cedern und Pal- Röm'grei'chmen überwachsen, daß die Straßen ganz dunkel sind. In der Mitte der Stadt ist ein Bild Bcngucla..von einem Manne, welches zwölf Fuß hoch steht oder erhaben ist, an dessen Fuße ein Zir-kel von Elephantenzähnen in dem Boden stecket. Auf diesen Zahnen stehen viele Hirnschä-del von denen im Kriege erschlagenen und diesem Götzen geopferten Leuten. Sie pflegenPalmwein zu seinen Füßen auszugicßen nebst Ziegenblute. Dieser Mokifso wird Due-söngo genannt und sehr verehret. An vielen andern Orten dieser Stadt sind kleine Götzen-bilder mit Haufen von Elephantenzähnen rund herum besetzt. An dem südlichen Ende derStadt war ein ander Götzenbild, welches über drey Tonnen Zähne über sich liegen hatte.

Die Straßen waren mit ordentlich gesetzten Palmröhren verpfählet. Ihre Häuser sindrund und sehen wie ein Bienenstock aus; inwendig sind sie mit artigen Matten behängt /).

Merolla berichtet uns, das Volk aus einem gewissen Hafen in diesem Königreiche, Ein« fchänd-in welchen er eingelaufen m) habe eine sehr viehische Art, Sklaven zu machen. Denn die Ge-Negerweiber lassen sichs mit Einwilligung ihrer Männer recht angelegen seyn, Mannsper- -

sonen in ihre Umarmungen zu locken; und alsdann klagen sie solche bey ihren Barrakanan, so nennen sie ihren Mann, der sich in großer Wuth zu seyn stellet, die Liebhaber ge-fangen nimmt, und sie bald darauf an die Fremden verkaufet, ohne daß er deswegen zurRechenschaft gezogen wird. Von dem Gelde kaufet er andere Sklavinnen, denen er ebendas zu thun erlaubet. Es giebt daselbst noch andere, die in dem Lande herumgehen, unterdem Vorwande, Recht zu spreche«,: bey der kleinsten Beleidigung aber bemächtigen sie sichder Leute und verkaufen sie. Dieser Ursache wegen hält es der Verfasser für unbillig, andieser Küste Sklaven zu kaufen.

Das gangbare Geld in diesem Königreiche sind kleine Stückchen Glaskorallen, die von Geld.den Portugiesen hergebracht worden, welche die Eingebohrnen NAsängas nennen, undderen sie sich so wohl zum Zierrathe, als zum Gelde, bedienen, indem sie Arm- und Halsbän-der daraus machen.

Die Forts und Häuser der Weißen allhier werden aus Holz und Thone auf diese Art ge- K°rts undbauet. Es werden zwo Reihen starke Pfähle, ungefähr zwo Spannen weit von einander, in Häuser,die Erde gesteckt, und an der Spitze durch verschiedene kleinere Queerhölzer zusammengefüget.

Der Raum dazwischen wird mit Thone fest verschlagen; beyde Seiten werden glatt gemachtund mit Strichen wie Würfeln abgetheilet, welches machet, daß es bey dem ersten Anblickewie eine steinerne Mauer aussieht. Die Dächer werden von Schilfrohre gemacht, welchesüber Queerbalken gelegt wird. Dieses ist es alles, was der Verfasser von diesem Landeanmerken können, indem er nur einen Tag darinnen gewesen und dieses noch in beständigerUnruhe wegen der Zurüstung zu seiner fernern Reise »).

D z Das

,') Purchas Pilgrimme II Band a. d. 97z S- Benguela aus dem in des Verfassers Reise ange-Siehe oben IV Band a. d. 52,; S. sühnen Umstände. Siehe IV Band a. d. 579 S.

/) purchas a. d. 97; S. ») INcrollaa Reise auf der 607 und folgenden

n) Dieß war vermuthlich Bankhella oder Seite.